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  • Holger Rust
Chapter

Zusammenfassung

Das Plädoyer, sich auf die Eigendynamik der Entwicklung von Geschmackskulturen und mithin Marktimpulsen im World Wide Web einzulassen und nicht dem nun algorithmisch eingekleideten Zahlenzauber zu verfallen, bestimmt die Argumentation des letzten Kapitels. Sein Motiv ist einfach: Für eine innovationsorientierte Wirtschaft ist es wichtiger, Unerwartetes zu finden, als eine mathematisch verengte Spurensuche nach Variationen des Vertrauten zu entwickeln. Es geht dabei nicht um Zufallsfunde, sondern um das Verständnis für die latenten Betriebssysteme der Märkte. Die sind kultureller Natur. Und nie zuvor ist es leichter gewesen, sie zu beobachten: Sie dokumentieren sich im Random Copying-Prozess des 3W-Universums. Dabei zeigt sich, dass die Idee vom Ende der Theorie durch Big Data Research wenig produktiv ist. Der mathematische Beitrag ist genial: Er zeigt die Grenze der Berechenbarkeit und die Bedeutung der Interpretation. Daraus resultiert zwingend, dass die Trennung zwischen so genannten Hard und soft Skills ein ziemlicher Unsinn ist. Gerade jetzt ist neben der mathematischen Intelligenz die beschriebene Kompetenz unerlässlich, in den Daten Erzählungen für die Zukunft zu erkennen. Vor allem, wenn diese Daten in Bildern verborgen sind. Das Methodologische Intermezzo 5 führt nun – etwas breiter angelegt – bildhaft an einem konkreten Projekt vor, wie sich aus einer fokussierten Frage Perspektiven auf neue Aspekte, Zusammenhänge, Konstruktionen und Rekonstruktionen, auf Galaxien, Mentalitätsmilieus, Geschmackskulturen und Märkte und ihre Dynamik ergeben.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.HamburgDeutschland

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