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Zur Methode des richtigen Symbolgebrauchs

Chapter

Zusammenfassung

Ein mathematischer Text gleicht in mancher Hinsicht dem Text für ein Theaterstück, welches vor dem geistigen Auge der Leser ablaufen soll: Die handelnden Personen sind mathematische Objekte, und wie in einem Theaterstück müssen sie einen Namen erhalten. Namen und Bezeichnungen kann man jedoch geschickter oder weniger geschickt vergeben. „Nomen est Omen“: Was im Alltag nur manchmal stimmen mag, können Sie in der Mathematik selbst beeinflussen. Je müheloser man aus einer Bezeichnung auf die Natur des Objekts schließen kann, desto leichter liest sich ein mathematischer Text.

Nach einleitenden Überlegungen zur Bedeutung einer guten Notation und einer historischen Anmerkung zur Geschichte von ε und δ stellen wir im zentralen Abschnitt dieses Kapitels in zwölf Regeln die wichtigsten Gesichtspunkte zum Aufbau einer „freundlichen“ Notation zusammen und illustrieren ihre Anwendung am Beispiel der linearen Algebra. Die beste Notation ist jedoch nutzlos, wenn sie an einem gut versteckten Platz eingeführt wird. Einige Hinweise sollen das verhindern. Wie desaströs sich eine ungeschickte Bezeichnungsweise (und das Festhalten an ihr aus falschem Nationalstolz) auf die Entwicklung der Mathematik auswirken kann, sehen wir am Ende dieses Kapitels an einem historischen Beispiel.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Fachbereich MathematikTechnische Universität DarmstadtDarmstadtDeutschland

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