Interkulturelle Öffnung der Jugendverbände

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Zusammenfassung

Jugendverbände beziehen ihre Legitimation u. a. daraus, dass sie eine der wichtigsten Sozialisationsarenen für Jugendliche sind, in denen sich wesentliche informelle und nonformale Lern- und Bildungspraxen vollziehen. Auch durch das Prinzip ‚Jugend erzieht Jugend‘ und die Selbstorganisation werden sie zu einem bedeutenden Sozialisationsfeld für Jugendliche (Gängler 1991), ganz unabhängig davon, wo ihre Mitglieder herkommen, aus welchem Milieu sie stammen oder welcher Religion sie angehören. In einer Gesellschaft jedoch, die mehr denn je durch Vielfalt und Diversität geprägt ist, stellt sich für Jugendverbände zunehmend die Frage, wie sie ihrem Anspruch, Teilhabe für alle Jugendlichen zu ermöglichen, auch nachkommen können. Diese wird unter dem Stichwort der „Interkulturellen Öffnung“ diskutiert und in Projekten umgesetzt.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.MainzDeutschland

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