Advertisement

Die diskursanalytische Perspektive

  • Maria Pohn-WeidingerEmail author
Chapter
  • 511 Downloads
Part of the Interdisziplinäre Diskursforschung book series (IDF)

Zusammenfassung

Neben der bereits dargestellten methodologischen Konzeption und Begründung einer Verbindung von Biographie und Diskurs muss hinsichtlich ihrer methodischen Umsetzung, die im folgenden Kapitel beschrieben wird, zunächst noch einmal festgehalten werden, dass ein Diskurs hinsichtlich der Verbindung des Umgangs mit der österreichischen NS-Vergangenheit mit Geschlecht bereits im wissenschaftlichen Diskurs – wenn auch marginalisiert – thematisiert wurde, benannt als „doppelter Opfermythos“ (z.B. Bandhauer-Schöffmann 2005). Al-lerdings kam es erst 2005 mit dem „Bundesgesetz, mit dem eine einmalige Zu-wendung für Frauen als Anerkennung für ihre besonderen Leistungen beim Wie-deraufbau der Republik Österreich geschaffen wird“, zu einem als diskursiv zu begreifenden Ereignis; dadurch wird es möglich, diesen Diskurs – den ich als vergeschlechtlichten Opferdiskurs bezeichne – im medialen und parteipolitischen Diskurs systematisch zu rekonstruieren. Damit soll auch festgehalten werden, dass der vergeschlechtlichte Opferdiskurs als solcher von mir im Vorfeld der Diskursanalyse konzipiert und als Untersuchungsgegenstand herausge-arbeitet wurde. Und zwar basierend auf der Wahrnehmung kritischer medialer Reaktionen in Hinblick auf die Diskussion rund um die Zahlung, vor allem aber hinsichtlich der Verbindung von Opferkonstruktion und weiblichem Geschlecht im Kontext des Umgangs mit der NS-Vergangenheit der österreichischen Bevöl-kerung.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  1. 1.WienÖsterreich

Personalised recommendations