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Einsätze einer Kulturanthropologie des Hörens

  • Jochen Bonz
Chapter
Part of the Kulturelle Figurationen: Artefakte, Praktiken, Fiktionen book series (KFAPF)

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund, dass das Klangliche bislang kaum systematisch als Dimension des Kulturellen untersucht worden ist, stellt die vorliegende Studie den Versuch dar, hier einen Ansatz zu entwickeln. Zu diesem Zweck werden verschiedene Pfade beschritten, die entweder von Kolleg_innen mit Interesse an Klangphänomenen angelegt wurden oder die sich für mich in der Auseinandersetzung mit Klangereignissen abgezeichnet haben. Diese Pfade wurden von mir auf- und nachgezeichnet, so dass sie zukünftig wiedergefunden, erneut begangen, genauer erforscht werden oder auch Ausgangspunkte für ganz andere Wege bilden können. Als Kompass bei dieser Orientierungsarbeit diente mir ein vom Poststrukturalismus und besonders von der psychoanalytischen Theorie Jacques Lacans bestimmtes Verständnis vom Kulturellen, das dieses über Bedeutungszusammenhänge (symbolische Ordnungen) begreift und über verschiedene Beziehungsmodi, in welchen sich Subjektivität im Verhältnis zu solchen Bedeutungszusammenhängen konstituiert. Auch wenn das Ergebnis weit von einer systematischen Kulturwissenschaft der Klänge entfernt ist, zeigen diese Gehversuche meines Erachtens doch vielversprechende Möglichkeiten auf, die eine Kulturanthropologie des Hörens der Kulturforschung eröffnet. Ich verstehe diese Möglichkeiten als Einsätze, die eine Kulturanthropologie des Hörens der Kulturforschung offerieren kann – und die die Sound Studies in die Kulturforschung tätigen kann.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität InnsbruckInnsbruckÖsterreich

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