Die Transformation religiöser Symbole in Ostdeutschland

Part of the RaumFragen: Stadt – Region – Landschaft book series (RFSRL)

Zusammenfassung

Aus religionswissenschaftlicher Sicht stellt Ostdeutschland heute einen sehr weitgehend „entkirchlichten“ gesellschaftlichen Raum dar. Dies wird etwa im Vergleich zu Westdeutschland deutlich; Untersuchungen zeigen, dass über 63 % der Ostdeutschen – gegenüber nur 19 % der Westdeutschen – als nicht religiös anzusehen sind (Hainz 2008, S. 379). Während zum Zeitpunkt der Gründung der beiden deutschen Staaten 90 % der Bevölkerung auf beiden Seiten einer der beiden großen christlichen Konfessionen angehörte und dies in Westdeutschland weiterhin für etwa drei Viertel der Bevölkerung zuträfe, besäßen in Ostdeutschland über zwei Drittel der Bevölkerung keinerlei kirchliche Zugehörigkeit mehr.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Deutsch-Polnisches Forschungsinstitut am Collegium PolonicaEuropa-Universität ViadrinaFrankfurtDeutschland

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