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Vermögenswirksame Leistungen

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Zusammenfassung

Vermögenswirksame Leistungen sind Geldleistungen, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt. Die Anlage muss dabei in vom Gesetz genau umschriebene Anlageformen erfolgen

Der Arbeitgeber hat die Vermögenswirksamen Leistungen für den Arbeitnehmer unmittelbar an das Unternehmen oder das Institut, bei dem sie angelegt werden sollen, zu überweisen.

Vermögenswirksame Leistungen sind arbeitsrechtlich Bestandteil des Lohns oder Gehaltes, sie sind steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Zusätzliche Vermögenswirksame Leistungen können vom Arbeitgeber zusätzlich zum sonstigen Arbeitslohn gezahlt werden. Grundlage dafür bilden in der Regel Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder individuelle Verträge mit dem Arbeitnehmer. Der Betrag der Vermögenswirksamen Leistungen fließt dabei vollständig in die Bruttolohnrechnung. Zur Übernahme zusätzlicher Vermögenswirksamer Leistungen ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet.

Der Arbeitgeber hat auf schriftliches Verlangen des Arbeitnehmers einen Vertrag über die vermögenswirksame Anlage von Teilen des Arbeitslohnes abzuschließen. Zur Anlage von Teilen des Arbeitslohnes in Vermögenswirksame Leistungen ist der Arbeitgeber verpflichtet. Der Betrag der Vermögenswirksamen Leistungen fließt dabei nicht zusätzlich in die Bruttolohnrechnung ein, sonder ist aus dem bereits versteuerten und versicherten Bruttoentgelt zu überweisen.

Oft ist es in Praxis auch so, dass der Arbeitgeber einen Teil der Vermögenswirksamen Leistungen durch tarifvertragliche Regelungen zusätzlich zum Arbeitslohn übernimmt und der Arbeitnehmer den Betrag aus seinem übrigen Arbeitsentgelt aufstockt. Auch dabei muss die Überweisung der gesamten vermögenswirksamen Leistung durch den Arbeitgeber erfolgen

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.SenftenbergDeutschland

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