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Nettolohnrechnung

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Zusammenfassung

Im Rahmen der Nettolohnabrechnung hat der Arbeitgeber vom steuerpflichtigen Arbeitslohn des Arbeitnehmers die Lohnsteuer einzubehalten und abzuführen (Lohnsteuerabzugsverfahren).

Die Höhe der einzubehaltenden Lohnsteuer hängt von den steuerlichen Merkmalen des einzelnen Arbeitnehmers ab. Ab 2013 werden die Lohnsteuerabzugsmerkmale für Arbeitnehmer den Arbeitgebern elektronisch zur Verfügung gestellt (ELStAM). Wichtigstes Merkmal ist die Lohnsteuerklasse des Arbeitnehmers. Mit ihrer Hilfe kann der Arbeitgeber bei der Personalabrechnung die Lohnsteuer aus den jeweiligen Lohnsteuertabellen bestimmen.

Zusätzlich muss auch im Lohnsteuerabzugsverfahren durch den Arbeitgeber Solidaritätszuschlag nach den Erfordernissen des Solidaritätszuschlagsgesetzes und des Einkommensteuergesetzes einbehalten werden.

Kirchensteuer wird nur erhoben bei Arbeitnehmern, die einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehören und die einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben.

An der Finanzierung der Sozialversicherungsbeiträge müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam beteiligen. Beitragspflichtige Einnahme bei Arbeitnehmern in einem Beschäftigungsverhältnis ist das Arbeitsentgelt. Ist das in der Bruttolohnrechnung ermittelte Arbeitsentgelt vollständig sozialversicherungspflichtig, muss der Arbeitgeber in der Personalabrechnung den Gesamtsozialversicherungsbeitrag berechnen und zahlen.

Der Gesamtsozialversicherungsbeitrag ist die Summe der Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zur gesetzlichen, Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie zur sozialen Pflegeversicherung.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.SenftenbergDeutschland

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