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Einleitung

  • Benjamin Ewert
Chapter
Part of the Sozialpolitik und Sozialstaat book series (SOZPOL, volume 8)

Zusammenfassung

„Patients are not consumers“ – so lautet unmissverständlich der Titel eines Beitrags des Wirtschaftsnobelpreisträgers Paul Krugman (2011: 23) in der New York Times im April 2011. Darin nimmt Krugman den Parteienstreit zur US-amerikanischen Gesundheitsreform zum Anlass, um grundsätzliche Kritik an der Entwicklung des medizinischen Versorgungssystems zu üben: „The idea that all this can be reduced to money – that doctors are just ‚providers‘ selling service to health care ‚consumers‘ – is, well, sickening.“ Prominente Unterstützung erhält Krugman in seinem Unbehagen durch Mediziner der Harvard-Universität, die vor einer „Industrialisierung der Heilkunde“ (Bartens 2011: 18) warnen: „Reducing medicine to economics makes a mockery of the bond between the healer and the sick.“ (Hartzband/Groopman 2011: 1372) Die Autoren wenden sich gegen die reduktionistische Semantik einer ökonomisierten Medizin, die nach den Maßgaben von „modern factories“ (ebd.) zu funktionieren habe und daher bereits in der Wahl der Begriffe die Schutzbedürftigkeit von kranken Menschen ignoriere.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  • Benjamin Ewert
    • 1
  1. 1.GießenDeutschland

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