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Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Sozialauswahl bei betriebsbedingten Kündigungen

Conference paper
Part of the FOM-Edition book series (FOMEDITION)

Zusammenfassung

Die Alterung der Bevölkerung betrifft verschiedene Lebens- und Wirtschaftsbereiche – nicht zuletzt auch das Personalmanagement in den Unternehmen. Für den Bereich des Arbeitsrechts stellt sich die Frage, ob Rechtsvorschriften, die das Lebensalter im Blick haben, überdacht und eventuell überarbeitet werden müssen. Von großer praktischer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang § 1 III 1 KSch G, der die Sozialauswahl bei betriebsbedingten Kündigungen regelt. Die Kriterien, die der Arbeitgeber hierbei berücksichtigen muss, bevorzugen ältere Arbeitnehmer: die Dauer der Betriebszugehörigkeit, das Lebensalter, die Unterhaltspflichten und die Schwerbehinderung. Die Interessen Millionen jüngerer Arbeitnehmer bleiben bei der Sozialauswahl unberücksichtigt. Dies erscheint vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der positiven Entwicklung der Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer mehr denn je diskussionswürdig. Der Beitrag zeigt auf, dass bereits de lege lata die Berücksichtigung weiterer (ungenannter) Umstände bei der Sozialauswahl möglich ist, so dass die Interessen der jüngeren Arbeitnehmer nicht gänzlich außen vor bleiben müssen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  1. 1.Bergisch GladbachDeutschland

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