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Situative organisatorische Netzwerkanalyse – Ein Instrument zur Beratung von Unternehmensnetzwerken

  • Johannes GlücklerEmail author
  • Ingmar Hammer
Chapter

Zusammenfassung

Dieser Beitrag stellt das Netzwerkzeug der situativen organisatorischen Netzwerkanalyse SONA vor. Neben dem vielfach erprobten quantitativen Instrument der sozialen Netzwerkanalyse integriert dieses Verfahren auch qualitative Methoden der Inhaltsanalyse. Der Methodenmix dient dem Ziel situative Netzwerkmanagementkonzepte zu entwickeln, die im Zuge eines reflexiven Entwicklungsprozesses auf die spezifischen Bedingungen eines Unternehmensnetzwerks angepasst werden. So kombiniert das Netzwerkzeug Methoden der sozialen Netzwerkanalyse mit qualitativen Interviews vor und nach der Erhebung standardisierter Netzwerkrelationen. Partizipative Elemente der Aktionsforschung sichern die Validität und ermöglichen die Reflexion der Ergebnisse, um in Zusammenarbeit mit den Netzwerkakteuren Netzwerkziele und Managementmaßnahmen abzuleiten. Am empirischen Fallbeispiel des medizintechnischen Unternehmensnetzwerks Dentis illustriert der Beitrag sowohl die schrittweise Anwendung und Durchführung der SONA als auch die spezifischen Ergebnisse und Konsequenzen des Verfahrens für das Netzwerkmanagement.

Notes

Danksagung

Wir danken dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Förderung des Projekts „kreanets“ im Rahmen des Förderschwerpunkts „Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements“ sowie den Mitgliedern der Fokusgruppe „Technologie- und Netzwerkmanagement“ für konstruktive und hilfreiche Anregungen zu einer früheren Fassung des Manuskripts. Dem Verlag Schaeffer-Poeschel danken wir für die freundliche Genehmigung, diesen zuvor in der Zeitschrift Führung + Organisation 80 (6), S. 379–386, unter dem Titel „Situative Netzwerkanalyse. Das Gemeinsame herausarbeiten“ veröffentlichten Beitrag wieder abdrucken zu dürfen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  1. 1.Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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