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Das bei der Vertragsgestaltung zu beachtende Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen

  • Oliver Schoofs
Chapter

Zusammenfassung

Soweit die Parteien Vertragsbedingungen aushandeln, haben Sie weitgehend Gestaltungsfreiheit. Dieser dem Bürgerlichen Recht zugrunde liegende Gedanke der Vertragsfreiheit, auch Privatautonomie genannt, wird lediglich durch die Vorschriften des § 134 BGB und des § 139 BGB eingeschränkt, wonach eine Bestimmung unwirksam ist, die gegen eine gesetzliches Verbot und gegen die guten Sitten verstößt. Selbst bei vom Gesetzgeber missbilligten Verhaltensweisen ist nicht sogleich der Vertrag in dieser Hinsicht ungültig. Ist das Rechtsgeschäft nur für einen Vertragsteil verboten, ist die verbotswidrige Vertragsklausel in der Regel wirksam. Nur bei gesetzlichen Verboten wird deren Nichtigkeit vermutet. Ein Verstoß gegen bloße Ordnungsvorschriften hingegen lässt wiederum die Abrede unberührt. Ordnungsvorschriften sind vor allem gewerberechtliche Verbote, die nicht den Inhalt des Rechtsgeschäfts, sondern die Art und Weise seiner Vornahme missbilligen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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