Winkelmessungen an Spongiosazügen; Beziehungen zwischen Beanspruchung des coxalen Femurendes und Trajektorien

  • Werner Catel
Conference paper
Part of the Ergebnisse der Anatomie und Entwicklungsgeschichte Advances in Anatomy, Embryology and Cell Biology Revues d’anatomie et de morphologie expérimentale book series (ADVSANAT, volume 43/3)

Zusammenfassung

Die Spongiosaarchitektur ist seit den ersten Veröffentlichungen von Culmann (1866) und v. Meyer (1867) immer von neuem Gegenstand der Forschung gewesen. Schon v. Meyer hatte im Ersatz der vom Knochen für die zu leistende Tragfähigkeit nicht nötigen Compactamasse durch ein System von Bälkchen, Blättern und Stäbchen das Prinzip der spongiösen Leichtbauweise vermutet. Der Materialverringerung kann der Knochen nur dann mit dem erforderlichen Widerstand gegen die wirkenden Druck- und Zugbeanspruchungen entsprechen, wenn die spongiösen Strukturen in die Richtung der auftretenden Druck- und Zugspannungen eingeregelt sind. Als Ausdruck dieser Einregelung wurden die großen, zusammenhängenden, als Trajektorien bezeichneten Spongiosazüge gedeutet. Bereits Ward hatte 1838 bei Untersuchung der Spongiosastruktur des proximalen Femurendes ein von der medialen Corticalis aufsteigendes Druckbündel (Abb. 11 b) und ein hierzu bogenförmig lateralwärts verlaufendes Zugbündel beschrieben. Einige Autoren glauben auch rechtwinkelige Kreuzungen von Spongiosabälkchen, deren Bögen zugleich rechtwinkelig an der Corticalis beginnen und endigen sollen, also eine typische Biegungskonstruktion, im Femurgerüst nachgewiesen zu haben, wie sie Roux (1885/95) am Radius des Delphins beschrieben und an seiner Modellfigur (Abb. 4) eingezeichnet hat.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1970

Authors and Affiliations

  • Werner Catel
    • 1
  1. 1.Mineralogisch-Petrographisches Institut der UniversitätKielDeutschland

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