Zur Hypertonie und Therapie der Kreislaufinsuffizienz

  • M. Stauch
Part of the Anaesthesiology and Resuscitation / Anaesthesiologie und Wiederbelebung / Anesthésiologie et Réanimation book series (A+I, volume 48)

Zusammenfassung

Eine Bemerkung zu Herrn Hochrein und Herrn Lutz. Herr Hochrein hat mit Recht darauf hingewiesen, daß man bei Patienten mit Hypertonie, die operiert werden sollen, genügend lange vorher mit der Behandlung aussetzen muß. Manchmal kommt man jedoch nicht umhin, auch für die Operation eine gewisse Blutdrucksenkung bei extremen Blutdrucksteigerungen herbeizuführen. Dafür würden sich dann kurzfristig wirkende Mittel eignen, wie das Catapresan, für das in Priscol ein wirksamer Antagonist zur Verfügung steht. Wir konnten mit Hilfe einer druckgesteuerten Infusionsmaschine, die wir zusammen mit Müller vom Physiologischen Institut in Frankfurt entwickelt haben, beobachten, daß die Blutdrucksenkung mit Catapresan gut steuerbar ist. Der Druck wird beim Patienten blutig als Istwert gemessen. Er wird elektronisch als Mitteldruck auf den Eingang der Infusionsmaschine gegeben, und mit einem dort eingestellten Sollwert verglichen. Die Infusionsmaschine infundiert jetzt so lange schrittweise höhere Dosen von dem gewählten Medikament, in diesem Falle z. B. Catapresan, bis der Blutdruck, also der Ist-Wert, auch den Sollwert erreicht hat. Die Regelrichtung läßt sich auch umkehren, so daß wir Vasopressoren infundieren können, um einen an der Maschine eingestellten höheren Sollwert zu erreichen.

Literatur

  1. Müller, H. und Stauch, M.: Eine blutdruckgesteuerte Infusionsmaschine: technischer Aufbau und tierexperimentelle Erprobung. Z. Biol. 116, 288–298, (1969).PubMedGoogle Scholar
  2. Parmley, W. W., Glick, G., Sonnenblick, E. H.: Cardiovascular effects of glucagon in man. New Engl. J. Med. 279,12–17, (1968)PubMedCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1970

Authors and Affiliations

  • M. Stauch
    • 1
  1. 1.Aus der Cardiologischen Sektion des Zentrum für Innere MedizinUniversität UlmDeutschland

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