Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, den Platz der nasotrachealen Methoden in der heutigen Intubationstechnik zu bestimmen. Nach einem Blick auf die historische Entwicklung werden die anatomischen und pathologischen Besonderheiten des nasalen Weges beschrieben. Herausgestellt wird, daß die eigentliche Nasenpassage in jedem Falle „blind“ erfolgt, also besonders guter theoretischer Kenntnisse des Anaesthesisten bedarf. Zur Intubationstechnik werden Verbesserungen vorgeschlagen, die sich uns in jahrelanger Anwendung bewährt haben: Der gebogene Mandrin für die nasale Passage vermeidet die hintere Rachenwand im Epipharynx und die hier gelegenen Komplikationsmöglichkeiten (Verletzung der Rachenmandel beim Kind, Stop am Atlaswulst beim Erwachsenen). Nachgewiesen wird, daß die Nase bei Kindern bis zu 8 Jahren praktisch immer Tuben passieren läßt, die auch für die Kehlkopfengen ausreichend weit sind. Die Schwierigkeiten bei der nasalen Intubation des Säuglings liegen nicht in einer zu engen Nase, sondern in dem kurzen Abstand des Larynx vom Gaumen, der wenig Platz zum Manipulieren vom Mund aus läßt. Für die „blinde“ nasale Intubation bringt die sichere Vorstellung von der Lage des Tubus im Mesopharynx, welche durch den Mandrin vermittelt wird, Vorteile.

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© Springer Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • Manfred Körner

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