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Der Einfluß der geographischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf die Funktionserfüllung des Handels

  • Werner Kainzbauer
Chapter
Part of the Afrika-Studien book series (AFRIKA-STUDIEN, volume 18)

Zusammenfassung

Die Grundfunktion des Handels besteht im Austausch von Waren zwischen den einzelnen Gliedern der Wirtschaft. In Ausübung dieser Waren- mittlerfunktion erfüllt der Handel eine Reihe von Teilfunktionen, die zeigen, wo die Besonderheiten und Schwerpunkte bei der Erbringung von Handelsleistungen liegen. Für die folgende Analyse wird im Prinzip das Handelsfunktionenschema OBERPARLEITER’s 1 zugrunde gelegt. Es wurden allerdings die Termini von BUDDEBERG2 verwendet sowie eine kleine inhaltliche Änderung bei der Werbefunktion vorgenommen.

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References

  1. 1.
    Oberparleiter, Karl: Funktionen und Risiken des Warenhandels, Wien 1955, 2. Auflage.Google Scholar
  2. 2.
    Buddeberg, Hans: Betriebslehre des Binnenhandels, Wiesbaden 1959.Google Scholar
  3. 3.
    Aus den Zahlen errechnet sich eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von 10,4 Personen je qkm. Zum Vergleich einige Zahlen europäischer Länder: Westdeutschland 232, Frankreich 87, Norwegen 11.Google Scholar
  4. 4.
    Wanderhackbau, semipermanenter Feldbau, Weidewirtschaft.Google Scholar
  5. 5.
    Statistical Abstract 1963, Central Statistical Bureau, Dsm 1964.Google Scholar
  6. 6.
    Hierzu die Vergleichszahl für Westdeutschland aus dem Jahre 1964: 87,8%.Google Scholar
  7. 7.
    Annual Trade Report of Kenya, Tanzania and Uganda.Google Scholar
  8. 8.
    The National Accounts of Tanganyika 1960-1962, Dsm 1964 und Budget Survey 1965/66, Dsm 1965.Google Scholar
  9. 9.
    Census of Industrial Production in Tanganyika 1961, Dsm 1964.Google Scholar
  10. 10.
    Ausführliche Beschreibung der Berechnungsmethode vgl. Anhang I.Google Scholar
  11. 11.
    Warenproduktion, die nicht im Subsistenzbereich der Wirtschaft verbleibt.Google Scholar
  12. 12.
    Folgende Länder wurden erfaßt: Kongo (Kinsh.), Rwanda, Burundi, Malawi, Somaliland, Sudan, Rhodesien, Zambia, Südafrika. Die Exporte nach Zanzibar blieben unberücksichtigt, da Zanzibar im Januar 1964 mit Tanganyika politisch vereinigt wurde.Google Scholar
  13. 13.
    Die Häfen sind: Tanga, Dar es Salaam, Mtwara in Tanzania und Mombasa in Kenya.Google Scholar
  14. 14.
    The National Accounts of Tanganyika 1960-1962, Dar es Salaam 1964.Google Scholar
  15. 15.
    Es sei darauf hingewiesen, daß die Zahl anhand von Schätzgrößen und Annahmen errechnet wurde. Sie sollte deshalb nur als Größenordnung angesehen werden. Es können ebenso 20, 30 oder 40 £ sein. Zur Berechnung vgl. Anhang IIGoogle Scholar
  16. 16.
    Städtische Einzelhandelsgeschäfte, die direkt importieren, blieben bei dieser Rechnung unberücksichtigt.Google Scholar
  17. 17.
    Beispiel: Die tabakverarbeitende Industrie stellt aus Tabakblättern und einigen anderen Stoffen Zigaretten, Zigarren und Pfeifentabak her.Google Scholar
  18. 18.
    Der Produzentenhandel ist, auch wenn Zukäufe stattfinden, immer an das Produktionssortiment gebunden. Eine solche Bindung liegt auch dann vor, wenn sich Handelsbetriebe Produktionsbetriebe angegliedert haben.Google Scholar
  19. 19.
    Es handelt sich fast ausschließlich um Einwanderer aus dem indischen Subkontinent.Google Scholar
  20. 20.
    Von insgesamt 98 300 Personen dieser beiden Bevölkerungsgruppen, die im Jahre 1957 in Tanzania siedelten, lebten 65 600, das sind 67%, in Gemeinden mit mehr als 5 000 Einwohnern.Google Scholar
  21. 21.
    Buddeberg, H.: Betriebslehre des Binnenhandels, Wiesbaden 1959, S. 36 f.Google Scholar
  22. 22.
    Das letzte.Mal trat dieser Fall 1961 ein. Maisvorräte gingen aus dem Norden Tanzanias nach Kenya, während in der Zentralprovinz Hungersnot herrschte und zur Versorgung der Bevölkerung aus den Usa Mais eingeführt werden mußte.Google Scholar
  23. 23.
    Die Verkaufssaison für industrielle Fertigwaren fällt zusammen mit der Erntesaison im landwirtschaftlichen Bereich. Die Einnahmen aus dem Verkauf landwirtschaftlicher Produkte werden in der Regel sofort wieder ausgegeben.Google Scholar
  24. 24.
    In der Mehrzahl handelt es sich um Niederlassungen der drei großen englischen Überseebanken: Barclay’s D. C. O., Standard Bank, National & Grindlay’s. Daneben sind noch kleinere Banken tätig, wie z. B. die Bank of India, Ottoman Bank oder die neu ins Leben gerufene Genossenschaftsbank, die vor allem den Absatz der monopolisierten landwirtschaftlichen Produkte finanzieren soll.Google Scholar
  25. 25.
    Grund und Boden kann in Tanzania beispielsweise nicht als Kreditsicherungsmittel verwendet werden, da es nach herrschender Rechtsauffassung kein Eigentum am Boden gibt.Google Scholar
  26. 26.
    Marré, H.: Funktionen und Leistungen der Handelsbetriebe, Köln und Op-laden 1960, S. 73. Marré, Redlich: System der Handelsfunktionen, Schmollers Jahrbuch, 56. Jg., I. Halbband, München und Leipzig 1932, S. 40 ff. und Buddeberg, a. a. O., bezeichnen die Kreditfunktionen als nicht typisch für den Handel und lassen sie deshalb aus ihrem Funktionensystem weg. Kreditgewährung ist in Tanzania jedoch noch im Schwergewicht eine Aufgabe des Handels, so daß eine Auslassung aus prinzipiellen Erwägungen eine zu große Vereinfachung der Wirklichkeit bedeuten würde.Google Scholar
  27. 27.
    Hawkins ist zuzustimmen, wenn er in seiner Arbeit „Wholesale and Retail Trade in Tanganyika“, New York-Washington-London 1965, S. 133 feststellt, daß „zweifellos nicht genug Bankgeschäft für viel mehr als jene 50 Niederlassungen besteht“.Google Scholar
  28. 28.
    Seyffert, R.: Wirtschaftslehre des Handels, Köln und Opladen 1957, 3. Auflage, S. 11.Google Scholar
  29. 29.
    Eine Ausnahme bilden Sisal, Baumwolle und Kaffee.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag—Heidelberg  1967

Authors and Affiliations

  • Werner Kainzbauer

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