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Zusammenfassung

Die Allgemeinbetäubung in der Kieferchirurgie stellt den Anaesthesisten vor eine Reihe besonderer Schwierigkeiten. Diese vorwiegend technischen Schwierigkeiten waren die Ursache, daß jahrzehntelang selbst bei größten kieferchirurgischen Operationen wie Kieferresektionen und Gesichtsplastiken, die lokale oder Leitungsanaesthesie als Methode der Wahl angesehen wurde. Im Vordergrund der Problematik stehen das gemeinsame Arbeitsgebiet von Anaesthesist und Operateur im Kopfbereich des Patienten und die Gefahr der Aspiration von Blut, Speichel und anderen Fremdkörpern. Darüber hinaus kommt es bei manchen Eingriffen im Kieferbereich sehr leicht zu Verlegungen der Atemwege, wenn bei Plastiken im Mundboden oder Teilresektion des Unterkiefers im Kinnbereich die Zunge ihres natürlichen Haltes beraubt wird und nach hinten absinkt. Erst durch die Einführung der endotrachealen Intubationstechnik konnte sich die Allgemeinanaesthesie in der Kieferchirurgie durchsetzen. Durch die Intubationsnarkose werden die Schwierigkeiten einer Allgemeinnarkose für kieferchirurgische Operationen nicht nur behoben sondern sogar in idealer Weise gelöst. Aufblasbare Luftmanschetten, Rachentamponade und Spiraltuben verhindern mit Sicherheit die Aspiration von Fremdkörpern und sichern den unbehinderten Gasaustausch bei Garantie eines freien Arbeitsgebietes im Bereich der Mundhöhle. Besonders vorteilhaft hat sich die Allgemeinanaesthesie auch bei operativen Eingriffen wegen Spaltenbildungen erwiesen. So wird heute der operative Verschluß von Lippen-KieferGaumen-Spalten in der Stuttgarter Klinik ausschließlich in Intubationsnarkose durchgeführt. Lippen- und Gaumenplastiken am nicht narkotisierten Kind werden zu einer erheblichen Belastung für den Operateur.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • D. Mayer
    • 1
  1. 1.Kieferklinik des KatharinenhospitalsStuttgartDeutschland

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