Bedingungen und Entwicklung der Landwirtschaft im Sukumaland

  • Dietrich Freiherr Von Rotenhan
Part of the Afrika-Studien book series (AFRIKA-STUDIEN, volume 11)

Zusammenfassung

Die Wasukuma, Ackerbau und Viehzucht treibende Bantus, bilden die größte einheitliche Volksgruppe Tansanias. Die etwa 1, 2 Millionen Stammesangehörigen siedeln südlich und südöstlich des Victoriasees. Die Distrikte Mwanza, Kwimba, Maswa und Shinyanga bilden die Kerngebiete. Eine fortschreitende Landnahme in bisher unbesiedelten oder nur dünn besiedelten Randgebieten hat im Laufe der Zeit zu einer kräftigen flächenmäßigen Ausdehnung des Siedlungsraumes geführt.

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Literaturs

  1. 1.
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    Dieses Verhalten ist insofern bemerkenswert, als vor der Unterbindung der Stammesfehden die Wasukuma in befestigten Bergdörfern wohnten. Mit dem Einzug der allgemeinen Sicherheit wurden diese Wehrsiedlungen verlassen.Google Scholar
  7. 2.
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  8. 1.
    „Ntemi“ ist der Sukumaausdruck für Häuptling. Dieses Wort leitet sich bezeichnenderweise von dem Verbum „Kutema“ = roden, siedeln her.Google Scholar
  9. 2.
    Anfänglich waren es Verwandte des Häuptlings. Später wurden auch andere Personen in diesen Posten eingesetzt.Google Scholar
  10. 3.
    Der „Basumba Batale“ ist der gewählte Vertreter der arbeitsfähigen jungen Männer eines Dorfes.Google Scholar
  11. 1.
    In besonderem Maße war die deutsche Textilindustrie bestrebt, sich in Ost-Afrika ein eigenes Rohstoffgebiet zu schaffen, „um sich von der amerikanischen Bevormundung in der Baumwollversorgung zu befreien“. Vgl. hierzu Blöcker, H.: Deutsch-Ostafrika in der Weltwirtschaft. Berlin 1928, S. 49. Ebenfalls Veröffentlichung des Reichskolonialamtes: Die Baumwollfrage. Berlin 1911, Nr. 1, S. 146f.Google Scholar
  12. 2.
    v. Rotenhan, BodennutzungGoogle Scholar
  13. 1.
    Anfangs hielt man das Sukumaland für den Baumwollanbau als wenig geeignet. So berichtet der damalige Bezirksamtmann Gunzert: „Das innere Usukuma kommt wegen ungenügender Nieder chläge ohne Bewässerungsmöglichkeiten nicht für die Kultur der Baumwolle in Betracht.“ Gunzert: Baumwollkultur im Muansa-Bezirk. Der Pflanzer, 6. Jg. (1910), S. 65.Google Scholar
  14. 2.
    Gunzert: Die Baumwollkultur im Muansa-Bezirk 1910/11. Der Pflanzer, 7. Jg. (1911), S. 538.Google Scholar
  15. 3.
    Berichte über Land-und Forstwirtschaft vom Kaiserlichen Gouvernement in Deutsch-Ost-Afrika, Bd. 2 (1904–1906), S. 101. Vgl. auch: Clark, C., U. M. R. Haswell, a. a. O., S. 65.Google Scholar
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  17. 4.
    Hanisch, C., J. Schmidt und G. v. Wallenberg-Pachaly: Ostafrikanische Landwirtschaft. Arbeiten der Dlg, H. 230, Berlin 1912, S. 119.Google Scholar
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  19. 1.
    Weitere wichtige Stationen in der „Lake-Province“ sind Lubaga, Mwamhala, Malya und Nyamahona.Google Scholar
  20. 2.
    Die bisherigen, noch aus der deutschen Zeit stammenden Uganda-Varietäten wurden durch Mz-und Uk-Stämme abgelöst, die den lokalen Verhältnissen weit besser angepaßt waren. Vgl. auch: Peat, J. E., and K. J. Brown: A Record of Cotton Breeding for the Lake-Province of Tanganyika, Season 1939/40 to 1957/58. Empire Journal of Experimental Agriculture, Vol. XXIX (1961), S. 119 ff.Google Scholar
  21. 3.
    Malcolm, D. W.: Sukumaland, an African People and their Country. London, New York und Toronto 1953, passim.Google Scholar
  22. 4.
    Purvis, J. T.: The Sukumaland Development Scheme. Corona, Februar 1951.Google Scholar
  23. 5.
    Rounce, N. V.: The Development, Extension and Rehabilitation of Sukumaland. The Empire Cotton Growing Review, Vol. XXVI (1949), No. 1, S. 38.Google Scholar
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  25. 1.
    Ein wesentlicher Punkt für das Scheitern der Bemühungen zur Einführung boden-und bodenfruchtbarkeiterhaltender Anbaupraktiken lag in den strengen Vorschriften hinsichtlich der Anbaumethoden, die die Bauern zu befolgen hatten, und die in vielen Fällen von den Beratern nur ungenügend erläutert und erklärt werden konnten. Das sog. „Dammriegelverfahren“ (vgl. S. 68) und die Ausbringung von Stalldung waren Hauptpunkte dieser Anordnung. Beide Maßnahmen bewirken hohe Ertragssteigerungen. Unsachgemäße Beratung verhinderte jedoch, daß diese Praktiken zum festen Bestandteil des Landbaues wurden. Die Bauern wehrten sich absichtlich gegen die „Vorschriften der Kolonialregierung“. Es wurden Fälle berichtet, wo nach Abschaffung des Druckes und der Strafmaßnahmen die Bauern den unter Polizeiaufsicht ausgebrachten Stalldung wieder einsammelten und zurück in die Rinderkräle brachten. (Vgl. Tanganyika, Annual Report of the Provincial Commissioner for the Year 1958. Dar es Salaam 1959, S. 60).Google Scholar
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    Leibenstein, H.: Economic Backwardness and Economic Growth. New York 1957, zit. bei Ruthenberg, H.: Landwirtschaft und anfängliche Kapitalbildung. Zeitschrift für Ausländische Landwirtschaft, Sonderheft 2, 1964, S. 113.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin — Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Dietrich Freiherr Von Rotenhan

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