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Kritische Bemerkungen zum Problem des Myokardstoffwechsels vom Standpunkt des Klinikers

  • R. Hegglin
Conference paper
Part of the Bad Oeynhausener Gespäche book series (OEYNHAUSEN, volume 3)

Zusammenfassung

Die Schwierigkeit beginnt mit der Definition der Herzinsuffizienz. Wir haben vor einigen Wochen in Münster gehört, daß Bing ein Herz als insuffizient betrach-tet, wenn es das Blut nicht mehr aus den Kammern entleeren kann. Herr Wollheim hat soeben die Herzinsuffizienz als ein Mißverhältnis zwischen aktiver Blutmenge und Herzminutenvolumen bezeichnet. Ich glaube, diese Definitionen sind vom klinischen Standpunkt aus nicht umfassend genug. Klinisch ist ein Herz insuffizient, wenn es seiner Funktion, die Peripherie genügend mit O2 zu versorgen und die Schlacken wegzuräumen, nicht mehr zu genügen vermag. Dazu ist ein entsprechendes Minutenvolumen, das unter Belastung angemessen gesteigert werden kann, Voraussetzung. Klinisch ist daher die Leistungsreserve in die Definition mit einzubeziehen. Vom klinischen Standpunkt aus ist daher ein Herz als insuffizient zu betrachten, wenn die normale Leistungsreserve eingeschränkt ist oder, mit Rücksicht auf mein heutiges Thema anders ausgedrückt, wenn die potentielle Energie aller Myohardfasern entweder vermindert ist, aus irgendeinem Grunde nicht ausgenützt werden kann oder wenn wegen vermehrter Anforderung von Seiten der Peripherie die normalerweise vorhandene Energie nicht ausreicht, um die Bedürfnisse zu befriedigen.

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Copyright information

© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • R. Hegglin
    • 1
  1. 1.Medizinischen Universitäts-Poliklinik ZürichSwitzerland

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