Die Biogenese der Flavonoide

  • Hans Reznik
Conference paper
Part of the Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften book series (HD AKAD, volume 1956/57 / 2)

Zusammenfassung

Seit man die nahen strukturellen Beziehungen der Flavonoide zu den im Pflanzenkörper in einer Vielzahl von Verbindungen verbreiteten Phenylpropan-Abkömmlingen (Ligninen, Lignanen, Cumarinen, Auxinen u.a.) kennt, hat man sich vielerorts mit der Biogenese dieser Verbindungen beschäftigt. Dabei standen zu-nächst strukturelle Erwägungen als Leitmotive obenan (Robinson 4936). Solange noch beweiskräftige experimentelle Daten fehlten, hat man die vom Chemiker in vitro ausgeführten synthetischen und abbauenden Reaktionen als auch in vivo mögliche und wahrscheinliche Prozesse angenommen. Inzwischen hat aber die Entwicklung der modernen Biochemie gezeigt, daß die Reaktionsbedingungen in der Pflanze sich von den Reagenzglas-Verhältnissen fundamental unterscheiden. „Die Phantasie der Natur läuft beim Bau ihrer Stoffe oft auf ganz anderen Bahnen als die Phantasie des Chemikers im Laboratorium“(Freundlich 1930). Heutigentags kann eine in vitro geglückte Überführung eines Stoffes in einen anderen zwar ebenfalls noch eine wesentliche Stütze für eine bestimmte die Biogenese betreffende Auffassung sein, den entscheidenden Beweis muß allerdings das biologische Experiment erbringen.

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© Springer-Verlag OHG., Berlin · Göttingen · Heidelberg 1956

Authors and Affiliations

  • Hans Reznik
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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