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Die Produktionsplanung und -steuerung als Schwerpunkt betrieblicher Anpassungsmaßnahmen

Chapter
Part of the Technik, Wirtschaft und Politik book series (TECH.WIRTSCHAFT, volume 17)

Zusammenfassung

Die Rechneninterstützung der Produktionsplanung und -Steuerung (PPS) ist ein wichtiges Instrument, um mit der wachsenden Komplexität der Produktion fertig zu werden und den gestiegenen Anforderungen nach kurzen Lieferzeiten und hoher Flexibilität nachzukommen. Das PPS-System sei der „wichtigste Softwarebaustein in dem IV-Konzept eines Unternehmens“, der „Nervenstrang“ oder „rote Faden“ in der technisch-administrativen Auftragsabwicklung (Maschinenbaunachrichten 1995), Dabei sind zwei zentrale Funktionen von PPS-Systemen zu unterscheiden: Materialwirtschaftsmodule ermöglichen, die Bestellung und Bereitstellung von Einzelteilen und Rohmaterial zu steuern sowie aus dem Kundenauftrag die Fertigungsaufträge zu generieren, während durch die Zeitwirtschaftsmodule die terminliche und kapazitative Planung des Auftragsdurchlaufs unterstützt wird (vgl. zum Beispiel Hackstein 1989, Kernler 1993, Schmitz/Schotten 1994). Oft wird heute in den Betrieben nur die erste Funktion vollständig genutzt. Letztlich kommt der Organisation der Produktionsplanung und -Steuerung entscheidende Bedeutung zu, wobei gerade bei kundenauftragsbezogener Fertigung Modelle, die lediglich eine zentrale Rahmenplanung vorsehen und die Feinplanung der Werkstatt überlassen, angebracht erscheinen (Manske/Wobbe-Ohlenburg 1984). Gerade in solchen Ansätzen kann das Erfahrungswissen der Facharbeiter zum Tragen kommen, wodurch deutlich weniger EDV-Aufwand entsteht (vgl. zum Beispiel Eggers/Schneider 1993).

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© Physica-Verlag Heidelberg 1995

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