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Entwicklungslinien des betriebs- und arbeitsorganisatorischen Wandels und die Bedeutung von Gruppenarbeit

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Part of the Technik, Wirtschaft und Politik book series (TECH.WIRTSCHAFT, volume 17)

Zusammenfassung

Die Wirtschaft der ehemaligen DDR hat seit der Wende einen doppelten, wenn nicht sogar einen dreifachen Transformationsprozeß zum Teil bereits vollzogen und zum Teil erst noch zu vollziehen (Dörr, Schmidt 1992). Sie hat eine Transformation ihrer realsozialistischen Wirtschaftsstruktur in eine (soziale) Marktwirtschaft zu leisten. Zusätzlich und zugleich aber hat sie den auch in den westlichen Industrieländern gegenwärtig dramatischen wirtschaftsstrukturellen und konjunkturellen Wandel zu bewältigen. Darüber hinaus wird von der Gesellschaft als Ganzes eine Anpassung der politisch-institutionellen und ordnungspolitischen Regularien an westliche demokratische Verfahrensweisen und Standards gefordert (Wittke u.a. 1993), womit sie vor einem “Dilemma der Gleichzeitigkeit” (Offe 1991) politischer und wirtschaftlicher Umwälzung steht. Durch diese seit der Wende bzw. Anfang der 90er Jahre erzwungenen strukturellen und institutionellen Veränderungen wurde die traditionelle DDR-Wirtschaft in eine drastische Transformationskrise mit wohl noch unabsehbaren Konsequenzen manövriert. Indizien dafür sind nicht zuletzt der massive Beschäftigtenabbau und die dramatische Umsatzreduzierung der großen Masse der DDR-Unternehmen.

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