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Entstehung interkristalliner Risse in Abwesenheit von Speisewasser

  • R. Baumann

Zusammenfassung

Aus dem ins einzelne gehenden objektiven Bericht von Herrn Dr.-Ing. Guilleaume (siehe S. 1 u. ff.) über die Ergebnisse zahlreicher Kesselschäden und über den neuesten Vortrag von Herrn Prof. Parr zeigt sich, daß für die eingetretene Rißbildung mannigfache Gründe angegeben werden können, die zu ihrer Erklärung ohne Zurückgreifen auf die Parr sehe Laugenhypothese ausreichen. Die überwiegende Zahl der Risse zeigt aber den kennzeichnenden Verlauf um die einzelnen Kristalle herum und Prof. Parr erachtet geradezu diesen interkristallinen Verlauf als Kennzeichen eines Risses, der im Kesselblech durch die Einwirkung der Lauge entstanden ist. Wenn nun auch Prof. Parr neuerdings nur noch von einer Beförderung der Rißbildung durch die Lauge spricht, so erscheint es doch geboten, zur Nachprüfung, bzw. Widerlegung seiner Hypothese festzustellen, ob interkristalline Risse auch ohne Lauge entstehen können. Die beste Stütze der bisherigen Auffassung wäre die Erzeugung interkristalliner Risse bei Abwesenheit von Lauge. Diesem Gedanken ist die Materialprüfungsanstalt Stuttgart gefolgt und es ist gelungen, unter bestimmten Bedingungen an trockener Luft in einem Kesselblech interkristallinen Riß verlauf willkürlich zu erzeugen.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1927

Authors and Affiliations

  • R. Baumann
    • 1
  1. 1.StuttgartDeutschalnd

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