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Zusammenfassung

Bei der verhältnismässig geringen Ausdehnung und Intensität der Montanindustrie des Ruhrbezirks vor Beginn der 1850er Jahre genügte im wesentlichen die dort ansässige Bevölkerung, um dem niederrheinisch-west-fälischen Steinkohlen-Bergbau die erforderlichen Arbeitskräfte zuzuführen. Die Arbeiterfamilien hatten damals zum grossen Teil eigenen Haus- und Landbesitz (»Kotten«), wodurch ihre materiellen Interessen mit denjenigen ihrer Wohnorte und ihrer Gewerkschaften eng verbunden waren. Als aber von den ersten 1850er Jahren ab die Montanindustrie des Ruhrbezirks, namentlich auch infolge Entstehens grösserer Eisenhüttenwerke einen lebhaften Aufschwung nahm, reichte der Bestand an einheimischen Bergleuten bald nicht mehr aus und es entstand, obwohl zahlreiche Arbeiter aus der Landwirtschaft und sonstigen Erwerbszweigen, angelockt durch die hohen Löhne und die kurze Arbeitszeit, sich vielfach den Bergwerken zuwandten, bald ein empfindlicher Arbeitermangel. Zunächst suchte man diesem Uebelstande durch Heranziehen von Arbeitern aus den Nachbargegenden und durch möglichste Zuhülfenahme tierischer und maschineller Kräfte entgegenzutreten.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1904

Authors and Affiliations

  • Kreutz
    • 1
  1. 1.KölnDeutschland

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