Veränderung der Absorption ultraviolettdurchlässiger Gläser

  • W. Düsing
  • A. Zincke

Zusammenfassung

Will sich heute ein Glasfachmann, der sich noch nicht mit der Herstellung UV-durchlässiger Gläser beschäftigt hat, einen Überblick verschaffen über die Maßnahmen, die bei der Herstellung UV-durchlässiger Gläser getroffen werden müssen, so ist er in keiner beneidenswerten Lage. Im technisch-wissenschaftlichen Schrifttum und in den Patentschriften2 wird empfohlen, möglichst eisenund titanarme Gläser zu schmelzen, um hohe UV-Durchlässigkeit zu erhalten. Das ist aber leichter gesagt als getan, denn einer der wichtigsten Rohstoffe, nämlich der Sand, hat von Natur aus noch Eisen- und Titanmengen, die für die Herstellung hoch-UV-durchlässiger Gläser durchaus schädlich sind. Studiert er dann weiter, so findet er Patente, in denen die Benutzung von Ausgangsstoffen, die durch Umfällung oder durch Umkristallisation gereinigt worden sind, empfohlen wird. Das Reinigen durch Umkristallisieren oder Umfällen ist wohl bei Soda, Pottasche und anderen Salzen leicht ausführbar, stößt aber auf erhebliche Schwierigkeiten bei Sand. Deshalb wurde von anderer Seite vorgeschlagen, die Glasschmelze durch Chlorieren, und zwar durch Durchblasen von gasförmigem Chlor, möglichst weitgehend von Eisen und Titan zu befreien. Das ist eine Maßnahme, zu der sich der Hüttentechniker nur im äußersten Notfalle entschließen wird und von der außerdem noch nicht feststeht, ob sie wirklich die Eisen- und Titankonzentration wesentlich erniedrigt. Da nun alle empfohlenen Vorschriften, Eisen und Titan von der Glasschmelze völlig fernzuhalten, auf große technische Schwierigkeiten stoßen, wird in in- und ausländischen Patentschriften folgender Weg empfohlen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1943

Authors and Affiliations

  • W. Düsing
  • A. Zincke

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