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Die Längsfeldstärke der positiven Säule in der Niederdruckentladung von Gasgemischen bei verschiedenen Stromstärken und Drucken

  • A. Lompe

Zusammenfassung

In der Gasentladung haben Gemische, wie eine ganze Anzahl früherer Untersuchungen gezeigt hat, in manchen Eigenschaften ein wesentlich anderes Verhalten als einheitliche Gase. So erfolgt z. B.2 eine besonders wirksame Herabsetzung der Zündspannung in Edelgasen durch solche Gase, deren Ionisierungsspannung kleiner ist als die Anregungsspannung eines metastabilen Zustandes des Hauptgases. Auch die Längsfeldstärke (LF.) der positiven Säule in Gemischen hatte ergeben3, daß durch Zusätze von leichter ionisierbaren Gasen Unregelmäßigkeiten auftreten, wobei sogar Erhöhungen über den Wert des reinen Gases, z. B. bei Ne durch Zusatz von Na4, vorkommen können. Gelegentlich spektroskopischer Untersuchungen5 war beobachtet worden, daß durch erhöhte Wiedervereinigung im Volumen die LF. mit wachsender Stromdichte größer wird, während sie im allgemeinen kleiner wird. Eingehende Versuche6 an den Edelgasen He, Ne und Ar hatten ergeben, daß die Messung der LF. mit kalten Sonden bei Beachtung der nötigen Vorsichtsmaßregeln eine geeignete Methode ist, und gezeigt, daß selbst bei den reinen Edelgasen keine einfachen Verhältnisse vorliegen, insbesondere, daß die früher7 gefundenen Eigentümlichkeiten bei He, eine mit zunehmender Stromstärke ansteigende LF. zu haben, je nach dem Rohrdurchmesser nur bei kleinen Stromdichten bis zu etwa 30 mA/cm2 vorhanden ist und dann die Kennlinie wie bei den anderen Gasen zu fallen beginnt. Es war daher erwünscht und aussichtsreich, die LF. von Gasgemischen eingehend zu untersuchen, um vielleicht auf diese Weise einen weiteren Einblick in den Mechanismus der Niederdruckentladung zu erhalten.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1943

Authors and Affiliations

  • A. Lompe

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