Zusammenfassung

Die Zusammenstellung von Unterlagen zum Zwecke der Vorherberechnung von Montagezeiten ist besonders dann schwierig, wenn es sich um die Montage kleiner Serien handelt. Die Vorgänge beim Zusammenbau sind so außerordentlich verschiedenartig, daß man kaum jemals für alle vorkommenden Arbeiten einwandfreie Berechnungsunterlagen wird schaffen können. Das hat seinen Grund zum Teil darin, daß gerade in der kleinen Serienfertigung die zur Montage benötigten Teile nicht immer so einwandfrei ausgeführt sind, daß nur ein Zusammenstecken in Frage kommt. Besonders in Bezug auf Längenmaße werden Differenzen stets vorhanden sein, und so wird sich ein Anpassen nie ganz vermeiden lassen. Die oft komplizierten Gußteile machen es häufig notwendig, daß man hier und da im Interesse der Wirtschaftlichkeit und oft auch im Interesse des Einhaltens von Lieferterminen einen von der mechanischen Bearbeitung verursachten Fehler mit in Kauf nimmt, der bei der Montage dann störend und in seiner Auswirkung vorher nicht übersehbar auftritt. So wäre es z. B. unwirtschaftlich, wollte man einen schweren Fräsmaschinenständer nur deshalb als Ausschuß erklären und neu gießen und bearbeiten lassen, weil der Horizontalbohrer aus irgendeinem Grunde, vielleicht sogar aus einem berechtigten, die Nabe für die Spindel um 1 mm kürzer geschnitten hat, als die Zeichnung es angibt. Und doch verursachen gerade solche Unstimmigkeiten Nacharbeiten, Hilfsarbeiten und Einpassen bei der Montage, Arbeiten, die vorher in ihrem Umfange nur schlecht übersehen und daher kaum jemals rechnerisch erfaßt werden können.

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© Julius Springer in Berlin 1928

Authors and Affiliations

  • K. Hegner

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