Begabung

  • Elisabeth Bellot
Part of the Individuum und Gemeinschaft book series (IG, volume 7)

Zusammenfassung

Das größte Hindernis, welches in der Schule der Ermutigung entgegensteht, ist die herkömmliche, in weitesten Kreisen verbreitete Auffassung von erblicher Begabung. Wir wissen heute, daß der Mensch mit seiner hereditären Konstitution alles mögliche machen kann, daß er sich mit Berufung auf einen ererbten körperlichen Fehler einer Leistung entziehen kann, daß er andererseits gerade durch den körperlichen Fehler veranlaßt wird, überzukompensieren, ja, daß er es sogar zu Höchstleistungen bringen kann. Folgt man den modernen Vererbungsforschungen mit objektivem Ernst und kritischer Einstellung, so sieht man, daß die bisherigen Resultate die sehr wertvolle Erkenntnis gezeitigt haben, daß zwar die Anlage zur Konstitution vererbt wird, auch wohl die Färbung des Temperaments, aber durchaus nicht die Verpflichtung, dieser Anlage nachzugeben im Sinne einer bestimmten charakterologischen Entwicklung. Die moderne Vererbungsforschung rechtfertigt uns in unserer Einstellung, daß wir berechtigt sind, bei der Erziehung praktisch die Anlagen des Menschen als nicht zu verschiedenartig vorauszusetzen.

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© Verlag J. F. Bergmann / München 1926

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  • Elisabeth Bellot

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