Zusammenfassung

Die heute praktisch überhaupt nur noch in Betracht kommende Mehrphasenmaschine ist die mit einem dreiphasig bewickelten Stator. Nun haben wir zwar den vorhergehenden Betrachtungen, soweit sie sich mit Mehrphasenmaschinen beschäftigen, fast ausnahmslos der Einfachheit halber zweiphasige Wicklungssysteme zugrunde gelegt. Soweit der Rotor in Frage kommt, entspricht dies ja auch der praktischen Übung. Aber auch für den Stator ändert sich dadurch prinzipiell nichts. Denn an sich vermag die Zweiphasenwicklung genau so wie die Dreiphasenwicklung Drehfelder auszubilden. Für den Verlauf des Ausgleichsvorganges an sich ist also die Phasenzahl gleichgültig. Nur quantitativ ist insofern ein Unterschied, als bei einem durch ein Zweiphasensystem erzeugten Drehfeld dessen Amplitude genau so hoch wie die der beiden Teilfelder ist. Bei einem Dreiphasensystem dagegen hat das Drehfeld die 1,5 fache Amplitude wie die drei Teilfelder. Das gilt aber nicht nur für den Ausgleichsvorgang, sondern auch für den stationären Zustand. Insofern also unsere Gleichungen. und darauf haben wir besonders geachtet, als Bezugsgrößen den Leerlaufstrom, bzw. den stationären Kurzschlußstrom enthalten, gelten sie auch quantitativ ganz allgemein für Wicklungssysteme beliebiger Phasenzahl.

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© Julius Springer in Berlin 1926

Authors and Affiliations

  • J. Biermanns

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