Harnorgane

  • Max Borst

Zusammenfassung

Die Niere hat die Gestalt einer Bohne. An ihrer medialen Seite zeigt sie eine tiefe Einziehung, den sog. Sinus renalis, welcher die Pforte für die ein- und austretenden Gefäße und Nerven bildet (Hilus renalis). Hier liegt auch das Sammelbecken für den Harn (Pelvis renalis). Wir unterscheiden an der Niere eine periphere Zone, die Einde, von der mehr zentral, gegen den Hilus hin, gelegenen Marksubstanz. Diese letztere bildet pyramidenförmige Kegel, die Markpyramiden, deren Spitzen, die Markpapillen, in die Kelche des Nierenbeckens portioartig hineinragen. Nach der Kinde hin setzt sich die Marksubstanz in radienartig verlaufenden Streifen fort: sog. Markstrahlen (Ferreinsehe Pyramiden). Andererseits entsendet die Kinde zwischen die Markpyramiden breite Septen, welche Columnae Bertini heißen und bis zum Sinus renalis reichen. Jeder Markkegel samt zugehörigem Rinden abschnitt wird Renkulus (Nierenkeil, Nierenfaszikel, Lobus) genannt. Die Grenzen der Lappen sind die Bertinischen Septen. Unter Nierenläppchen (Lobulus) versteht man den Teil der Nieren rinde, welcher einem Markstrahl nebst umgebendem Rindengewebe entspricht; die Arteriae interlobulares (s. später) begrenzen die Lobuli.

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Copyright information

© F. C. W. Vogel in Leipzig 1926

Authors and Affiliations

  • Max Borst
    • 1
  1. 1.Allgemeinen Pathologie und der Pathologischen AnatomieUniversität MünchenDeutschland

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