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Geschwülste

  • Max Borst
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Zusammenfassung

Die echten Geschwülste (Blastome) stellen autonome Wachstumsexzesse des Körpers dar. Die Autonomie findet ihren Ausdruck in dem völlig unaltruistischen Charakter der Gewebswucherung. Eine wissenschaftliche Einteilung der Geschwülste ergibt sich aus der Betrachtung der Histogenese. Aus allen Körpergeweben können Geschwülste hervorgehen. Wir unterscheiden Bindesubstanzgewebe und epitheliale Gewebe. So ergibt sich zunächst eine Einteilung der Geschwülste in zwei große Gruppen: in Bindesubstanz- und in Epithelgeschwülste. Die Binde-substanzgeachwülste zerfallen wieder in die Blastome der Binde- und Stützsubstanzen in engerem Sinne (Tumoren des Binde-, Schleim-, Fett-, Knorpel-, Knochengewebes). Im weiteren Sinne können hierher gerechnet werden: die Blastome des Gefäßgewebes, der blutbildenden Gewebe, des pigmentbildenden Gewebes. Hier reihen sich dann an die Geschwülste des Muskel- und Nervengewebes. Die epithelialen Tumoren zerfallen in die Geschwülste der Deckepithelien und der Drüsenepithelien, bei welch letzteren sowohl die Drüsen mit äußerer wie mit innerer Sekretion zusammenzufassen sind. Eine dritte große Gruppe bildet die aus verschiedenen Bindesubstanzen und Epithelgeweben gemischten Blastome, die sog. Mischgeschwülste, deren komplizierteste Formen auch als Wundergeschwülste (Teratoide und Teratome) bezeichnet warden.

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Notes

Copyright information

© F. C. W. Vogel in Leipzig 1926

Authors and Affiliations

  • Max Borst
    • 1
  1. 1.Allgemeinen Pathologie und der Pathologischen AnatomieUniversität MünchenDeutschland

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