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Die Röntgenuntersuchung des Pneumothorax, der Pleura und des Zwerchfells

  • H. Rieder
Part of the Enzyklopaedie der Klinischen Medizin book series (EKM)

Zusammenfassung

Ein Lurterguß in den Pleurasack erfolgt entweder von außen durch ein Trauma, d. h. durch Stich- oder Schußverletzung oder operative Entleerung eines Empyems (traumatischer Pneumothorax) oder von den Lungen aus. In letzterem Falle durch Lungenzerreißung bzw. durch Einreißen der Pleura pulmonalis bei starkem Husten oder Perforation eines Lungenabszesses oder eines Lungeninfarktes in die Pleurahöhle, besonders aber im Verlauf einer chronischen Lungentuberkulose (Spontan-Pneumothorax). Man ist indessen zu der Überzeugung gekommen, daß körperliche Überanstrengung sowie Hustenstöße und Pressen durch Steigerung des pulmonalen Druckes eine Zerreißung der Lunge und Pleura im allgemeinen nur dann herbeiführen, wenn pathologische Veränderungen dieser Organe vorliegen. Und zwar unter der Voraussetzung, daß Adhäsionen der Lunge an der Thoraxwand und umschriebene Emphysembildung in der nächsten Umgebung derselben bestehen. Hier erfolgt Durchbruch einer subpleuralen Kaverne oder eines wandständigen, peribronchitischen, mit dem benachbarten Bronchus in direkter Verbindung stehenden Käseherdes in den Pleuraraum. Zu der genannten Luftansammlung gesellt sich häufig, besonders wenn gleichzeitig mit der Luft Infektionserreger in die Pleurahöhle eintreten, ein entzündlicher Flüssigkeitserguß (Sero- oder Pyopneumothorax).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • H. Rieder
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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