Aufforstungen und Meliorationen

  • Alfred Dengler

Zusammenfassung

Die Bestandesgründung auf Nichtwaldböden stellt meist besonders schwierige Aufgaben dar und bringt oft so ungünstige Verhältnisse mit sich, daß die Aufforstung meist mehr vom Gedanken der Wiedergewinnung ertraglosen Bodens für die Landeskultur getragen wird, als vom Gesichtspunkt der Rentabilität. Aufforstungen sind daher fast überall Aufgaben staatlicher Wirtschaft oder großer mit staatlichen Zuschüssen arbeitender Verbände1). Große Aufforstungen von Ödland und armen Ackerböden sind jetzt bei der Raumplanung in Deutschland für den Ostraum vorgesehen, wo über 1 Million ha für diesen Zweck aufgeforstet werden sollen!

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 1).
    So z. B. die Provinzialforstverwaltung in Hannover, der Heidekulturverein in Schleswig, die Dänische Heidegesellschaft, die Niederländische Heidemaatschappij u. a.Google Scholar
  2. 1).
    Albert, R.: Besteht ein Zusammenhang zwischen Bodenbeschaffenheit und Wurzelerkrankung der Kiefer auf aufgeforstetem Ackerland? Z.F.J.W. 1907, S. 283 u. 353.Google Scholar
  3. 2).
    Z.F.J.W. 1897, S. 80.Google Scholar
  4. 3).
    So in Charlottenhof, worüber Albert (a. a. O.) berichtet, auch in Frankreich (Mitt. von Schwappach: Z.F.J.W. 1906, S. 329).Google Scholar
  5. 1).
    Vgl. Zimmermann, A.: Untersuchungen über das Absterben der Nadelhölzer in der Lüneburger Heide. Z.F.J.W. 1908, S. 357.Google Scholar
  6. 1).
    Müller, P. E.: Studien über die natürlichen Humusformen. Berlin 1887.Google Scholar
  7. 2).
    Erdmann, F.: Die Heideaufforstung und die weitere Behandlung der aus ihr hervorgegangenen Bestände. Berlin 1904. Die nordwestdeutsche Heide in forstlicher Beziehung. Berlin 1907.Google Scholar
  8. 3).
    Graebner, P.: Die Heide Norddeutschlands und die sich anschließenden Formationen in biologischer Betrachtung. Berlin 1901. 2. Aufl. unter dem Titel: Handbuch der Heidekultur. 1904.Google Scholar
  9. 4).
    Von den neueren Arbeiten sind hier insbesondere zu nennen: Metzger, C.: Über die Heide in Jütland und deren Aufforstung. Mündener forstl. Hefte 1898, 13. Bericht über die 4. Versammlung d. dtsch. Forstver. in Kiel 1903 mit dem Thema: Erfahrungen über die Ödlandsaufforstung im Heidegebiet Nordwestdeutschlands. Albert, R.: Bodenuntersuchungen im Gebiet der Lüneburger Heide. Z.F.J.W. 1912, 1913, 1914. Greve, H.: Begründung von Kiefernbeständen. Vortrag bei der Versammlung d. nordwestdtsch. Forstver. 1921 in Z.F.J.W. 1922, S. 449.Google Scholar
  10. 4a).
    Stephan: Forstliche Probleme Schleswig-Holsteins. Ebenda 1923, S. 449.Google Scholar
  11. 4b).
    Erdmann, F.: Über das Aufforstungsverfahren in der Oberförsterei Assen. Vortrag in Medel. van de Nederlandsche Boschbouw Vereeniging 1929 (dtsch.). Weis: Über den Wert des Heidebodens zur Urbarmachung. Mitt. d. dän. Waldver. 1929.Google Scholar
  12. 4c).
    Greve, H.: Die forstl. Verhältnisse der Lüneburger Heide. Uelzen 1933.Google Scholar
  13. 1).
    Wittich, W.: Untersuchungen in Nordwestdeutschland über den Einfluß der Holzart auf den biologischen Zustand des Bodens. Mitt.F.W.W. 1933, H. 1.Google Scholar
  14. 1).
    Grundlegend ist hier das große Spezialwerk von Gehrhardt: Handbuch des deutschen Dünenbaues. Berlin 1900.Google Scholar
  15. 1a).
    Fernere Literatur: Verhandlungen d. dtsch. Forstver. in Danzig 1906, mit Referaten über Dünenanbau von Bock, Bandow in Steegen. Jentsch: Dünenbefestigung und Aufforstung im südwestlichen Frankreich. Ferner für Flugsandbildungen im Binnenland insbesondere Wessely, J.: Der europäische Flugsand und seine Kultur. Wien 1873. Kerner: Die Aufforstung des Flugsandes im ungarischen Tiefland. Österr. Monstsschr. f. Forstw. 1865, S. 3.Google Scholar
  16. 1b).
    Burckhardt, H.: Zur Kultur des Flugsandes. Aus dem Walde 1877, S. 167.Google Scholar
  17. 2).
    Die deutschen Bezeichnungen sind sehr schwankend. Vielfach wird auch Elymus ar. Strandhafer genannt.Google Scholar
  18. 1).
    Kiss, v.: Neuere Verfahren bei der Aufforstung der Alfölder Sandflächen.Google Scholar
  19. Ajtay, v.: Die Aufforstung der ärarischen Sandpußta Deliblat. In Fekete u. Blattny: Die Verbreitung der forstlich wichtigen Bäume und Sträucher im ungarischen Staate. Selmecbanya 1914.Google Scholar
  20. 1).
    Grebe, C. F. A.: Der Holzanbau öder Kalkflächen. Aus dem Walde, H. 6, S. 94.Google Scholar
  21. 1a).
    Stassen u. Behrisch: Über Aufforstung von Kalködland, insbesondere in bezug auf die Weißerle und Schwarzkiefer, in der Klosteroberförsterei Göttingen. Z.F. J.W. 1925, S. 483.Google Scholar
  22. 1b).
    Früchtenicht: Aufforstungen von Kalködland. Ebenda 1927, S. 488.Google Scholar
  23. 2).
    Vgl. die Messungen von Gr. Krauss auf solchen Böden in der Würzburger Gegend in seiner Arbeit über: Boden und Klima auf kleinstem Raum.Google Scholar
  24. 1).
    Leiningen, Graf zu, W.: Über Karstaufforstung. F.Cbl. 1917, S. 145.Google Scholar
  25. 2).
    Stassen u. Behrisch: a. a. O.Google Scholar
  26. 3).
    Vgl. Früchtenicht: a. a. O., S. 496.Google Scholar
  27. 1).
    Heusohn, R.: Praktische Kulturvorschläge für Kippen, Bruchfelder, Dünen und Ödländereien. Neudamm 1929, in der Neuauflage:Google Scholar
  28. 1a).
    Heusohn, R.: Bodenkultur der Zukunft. Neudamm 1938.Google Scholar
  29. 1b).
    Copien: Über die Nutzbarmachung d. Abraumkippen auf Braunkohlenwerken usw. Z.F.J.W. 1942, S. 81.Google Scholar
  30. 2).
    Brünings: Der forstliche und der landwirtschaftliche Anbau der Hochmoore mittels des Brandfruchtbaues. Berlin 1881.Google Scholar
  31. 2a).
    Ramann, E.: Forstliche Bodenkunde, S. 450. 1893. Springer, G.: Aufforstungsmöglichkeit von Hochmooren in Deutschland und in Schweden. Z.F.J.W. 1925, S. 105.CrossRefGoogle Scholar
  32. 2b).
    Krahmer, M.: Holzwuchs auf Moorboden. Reichsnährstandsverlag Berlin 1943.Google Scholar
  33. 3).
    Größere landwirtschaftliche Moorkolonien finden sich in Deutschland im Nordwesten (nördlich Hannover und Oldenburg) sowie in Ostpreußen (z. B. das große Moosbruch).Google Scholar
  34. 4).
    Vgl. Brünings: a. a. O.Google Scholar
  35. 1).
    Wiedemann, E.: Die schlechtesten ostdeutschen Kiefernbestände. Reichsnährstandsverlag. Berlin 1942. Rebel, K.: Heidekrankheit unter reiner Föhrenbestockung auf Trockeninseln. Krauss, G., u. Wobst, W.: Über die standörtl. Ursachen d. waldbaul. Schwierigkeiten i. vogtld. Schiefergebiet. Ernst, Fb.: Kiefernkrüppelbestände i. Bayern. F.Cbl. 1936, H. 20 u. 22. Ferner: Zweck u. Wirkg. d. Hilfspflz. i. d. nordostbayr. Kief.-Krüppelbestd. ebendas. H. 24 und 1937 H. 9.Google Scholar
  36. 1a).
    Wiedemann, E.: Die Leguminosendüngung in Ebnath, ebenda 1927, S. 449).Google Scholar
  37. 1b).
    Erdmann: Die nordwestdeutsche Heide. Berlin 1907. Ders.: Wirtschaftsführg. i. Neubruchhausen. Z.F.J.W. 1928, S. 631.Google Scholar
  38. 1c).
    Hassenkamp, W.: D. Einfluß v. Standort u. Wirtschaft auf d. Rohhumusbildg. i. d. Obf. Erdmannshausen, ebendas. 1928, S. 3 ff.Google Scholar
  39. 1d).
    Hassenkamp, W.: Die Umwandig. v. Rohhumusböden i. Mullböden d. Waldfeldbau und Leguminosenanbau. F.Arch. 1941, H. 3/4.Google Scholar
  40. 2).
    Kaiser, O.: Beiträge zur Pflege der Bodenwirtschaft mit besonderer Berücksichtigung der Wasserstandsfrage. Berlin 1883.CrossRefGoogle Scholar
  41. 2a).
    Kautz, H.: Schutzwald. Forst- und wasserwirtschaftliche Gedanken. Berlin 1912. Waldwegebau und Wasserpflege im Harz. Z.F.J.W. 1907, S. 639. Anderlind, L.: Darstellung des Gebrauchswertes der Wasserfanggräben im bewaldeten Gebirgsland. Th.Jb. 1907, S. 71.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1944

Authors and Affiliations

  • Alfred Dengler
    • 1
  1. 1.Forstlichen Hochschule EberswaldeDeutschland

Personalised recommendations