Zweckmäßigkeit. — Maschinenbegriff

  • Bernh. Fischer
Part of the Vorträge und Aufsätze über Entwicklungsmechanik der Organismen book series (EMO, volume 34)

Zusammenfassung

Denn es unterliegt gar keinem Zweifel, daß das charakteristische Gepräge, das die gesamte organische Welt im Gegensatz zur unorganischen uns darbietet, gegeben ist durch wunderbare Vorgänge, die uns auf den ersten Blick durch ihre Zweckmäßigkeit in Erstaunen setzen. Wenn eine Triton-Iris nach Entfernung der Linse unter völligem Umbau ihrer Strukturen wiederum eine Linse bildet, wenn der Organismus eines Tieres im Hungerzustande Nerven und Herz schont ebenso wie die Geschlechtszellen, wenn bei Stentor im Hungerzustande der Kern nicht angegriffen wird, während alle übrigen Bestandteile der Organisation eingeschmolzen und zur Erhaltung der Lebensphänomene aufgebraucht werden, so können wir zunächst in solchen Vorgängen nur eine an das Wunderbare grenzende Zweckmäßigkeit der Natur erblicken. Beispiele dieser Art ließen sich zu vielen Tausenden anführen und ich glaube, daß es kaum einen Lebensvorgang gibt, der nicht schon bei der ersten Beobachtung den Eindruck einer wunderbaren Zweckmäßigkeit hervorrufen muß.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • Bernh. Fischer
    • 1
  1. 1.Universität zu Frankfurt a. M.Deutschland

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