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Versuche über asymmetrische Synthese

  • Emil Fischer
  • Max Slimmer

Zusammenfassung

Im Gegensatz zur chemischen Synthese, welche aus optisch inaktivem Material stets wieder inaktive Substanzen hervorbringt, ist bekanntlich die Pflanze imstande, aus Kohlensäure und Wasser direkt optisch aktive Kohlenhydrate zu bilden. Über die Ursache dieser natürlichen asymmetrischen Synthese sind seit Pasteur verschiedene Ansichten geäußert worden. Unseren tatsächlichen Kenntnissen am besten angepaßt ist wohl die Hypothese, welche der eine von uns früher ausgesprochen hat, daß die Kohlensäure von den komplizierten optisch aktiven Substanzen des Chlorophyllkorns bzw. der assimilierenden Pflanzenzelle gebunden wird und daß dann die synthetische Umwandlung in Zucker unter dem Einfluß der schon bestehenden Asymmetrie des Moleküls auch in asymmetrischem Sinne vonstatten geht.2) Zur Stütze dieser Ansicht wurden die Erfahrungen bei dem Aufbau kohlenstoffreicherer Zucker durch die Cyanhydrinreaktion herangezogen3), denn hier hat sich herausgestellt, daß der Aufbau manchmal einseitig, d. h. im asymmetrischen Sinne vor sich geht. Es wurde ferner auf die Möglichkeit hingewiesen, aus den neuen Produkten durch Abspaltung des ursprünglichen asymmetrischen Restes ein neues asymmetrisches Molekül zu erzeugen.

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Literatur

  1. 2).
    E. Fischer, Berichte d. d. chem. Gesellsch. 27, 3230 [1894]. (S. 74.)Google Scholar
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    E. Fischer, Berichte d. d. chem. Gesellsch. 34, 629 [1901]. (S. 783.)CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1909

Authors and Affiliations

  • Emil Fischer
  • Max Slimmer

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