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Über einige Derivate des Benzoylcarbinols und des Diphenacyls

  • Victor Fritz

Zusammenfassung

Die Ähnlichkeit des Benzoylcarbinols mit den Zuckerarten, welche zuerst von Zincke1) an dem Verhalten gegen alkalische Kupferlösung erkannt wurde, ist später von E. Fischer2) durch die Osazonprobe noch schärfer gekennzeichnet worden. Dasselbe gilt auch für das Benzoin, welches ebenfalls ein Ketonalkohol ist und infolgedessen sowohl die Fehlingsche Lösung stark reduziert, wie die Hydrazonund Osazonreaktion zeigt. Einen wesentlichen Unterschied zwischen den gewöhnlichen Ketosen und den beiden aromatischen Verbindungen fand dagegen E. Fischer3), als er dieselben durch Methylalkohol und Salzsäure methylierte. Die Ketosen liefern dabei richtige Glucoside von einfacher Molekulargröße, welche durch Säuren sehr leicht hydrolysiert werden. Das Benzoylcarbinol dagegen wird in ein dimolekulares Produkt verwandelt. Der Methyläther des Benzoins endlich ist gegen verdünnte Säuren beständig und liefert zum Unterschied von den Glucosiden mit größter Leichtigkeit ein Oxim und ein Hydrazon. E. Fischer hat aus diesen Tatsachen den Schluß gezogen, daß die Gruppe CO.CHOH für die Glucosidbildung allein nicht genügt4).

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1909

Authors and Affiliations

  • Victor Fritz

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