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Der Arzt in der Tuberkulosefürsorge

  • A. Krautwig

Zusammenfassung

Die ärztliche Erkennung und Behandlung der Tuberkulose hat in den letzten Jahrzehnten erfreuliche Erfolge aufzuweisen. Aber auch die sorgsamste Behandlung des Einzelfalles im Krankenhaus und in der Familie vermag die Tuberkulose als Massenerkrankung, als Wohnungs- und Proletarierkrankheit nicht entscheidend zu beeinflussen. Die Tuberkulose ist gewiß in erster Linie eine Infektionskrankheit, die durch ärztliche Maßnahmen bei dem Betroffenen gebessert und unter Umständen geheilt werden kann, deren Weiterverbreitung durch hygienische Maßregeln der Absonderung und Desinfektion bis zu einem gewissen Grad verhütet werden kann. Aber sie ist doch als Massenerscheinung in Entstehung und Verlauf in hohem Maße abhängig von den sozialen Lebensbedingungen der gefährdeten Volkskreise. Nur die Verbindung von ärztlichem Können mit dem ganzen Rüstzeug der sozialen Hygiene vermag die Volkskrankheit schrittweise zurückzudrängen. Die Kenntnis der sozialhygienischen Bekämpfungsmaßnahmen ist für den ärztlichen Praktiker unerläßlich angesichts des Umfanges und der Bedeutung dieser schlimmsten aller Volkskrankheiten.

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© Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • A. Krautwig

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