Biometrie

  • A. Gottstein

Zusammenfassung

Die Biometrie (Anthropometrie) wurde zuerst der Kunst nutzbar gemacht ; unter Mitwirkung von Anatomen stellte man Regeln für die künstlerisch erforderten Größenbeziehungen der einzelnen Körperteile (Kopf, Rumpf, Glieder) zueinander auf; eine solche Regel hieß ein Kanon, der Maßstab (Kopfhöhe oder Wirbelsäulenlänge) der Modulus. Der Künstler bedarf für das Verhältnis der einzelnen Körperteile einer größeren Anzahl Maße, als für praktische Zwecke erforderlich; er paßt auch die Ergebnisse einem der Wirklichkeit nicht immer entsprechenden Ideale zahlenmäßig einfacher Verhältniswerte an. Nach der Kunst befaßte sich die Anthropologie mit der Körpermessung ; sie studierte die Verhältnisse der verschiedenen Körperteile zueinander, besonders vom Rassenstandpunkt und setzte für die einzelnen Körperteile Merkmale fest, deren Nachweis oft genug nur unter Zuhilfenahme feinerer Meß- und Untersuchungsmethoden und Reproduktionsverfahren möglich ist.

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© Julius Springer in Berlin 1921

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  • A. Gottstein

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