Die Bewölkung

  • Richard Geigel

Zusammenfassung

Wolken entstehen, wenn ein aufsteigender Luftstrom die Luft und das in ihr vorhandene Wasser in höhere Schichten bringt, wo entsprechend der niedrigeren Temperatur der Dampfdruck den Sättigungsdruck überschreitet. Die treibende Kraft für diesen Vorgang ist die Erwärmung des Bodens, wodurch die untersten Luftschichten wärmer werden und mehr von dem verdunstenden Wasser an der Erdoberfläche aufnehmen, als sie bei niedrigerer Temperatur festhalten können. Die erwärmte Luft steigt auf und dehnt sich, weil oben ein niedrigerer Luftdruck herrscht als unten, aus. Die Ausdehnung der Luft erfordert den Aufwand von Arbeit, und diese Arbeit kann nur aus dem vorhandenen Vorrat von Wärme gewonnen werden. So wird bei der Ausdehnung der Luft Wärme verbraucht, und die Luft erkaltet, wie sie sich umgekehrt erwärmen würde, wenn sie sich zusammenziehen oder zusammengeprefst werden würde. Das ist der wesentlichste Grund dafür, dafs aufsteigende Luftströme sich dabei abkühlen und deshalb auch für die Wolkenbildung. Daneben spielt auch der Umstand eine Rolle, dafs die aufsteigenden Luftteile in Höhen kommen, wo schon vorher eine niedrigere Temperatur herrschte, und in Berührung mit den kalten Oberschichten kühlen sich die aufgestiegenen ebenfalls ab.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Verlag J. F. Bergmann / München 1924

Authors and Affiliations

  • Richard Geigel

There are no affiliations available

Personalised recommendations