Die Bewölkung

  • Richard Geigel

Zusammenfassung

wirkt in mancherlei Weise auf den Menschen ein. Zunächst dadurch, dafs die Strahlung und damit auch die Erwärmung herabgesetzt wird. Der so wohltätige Einflufs der Sonnenstrahlen zur Winterszeit oder in Polargegenden wird mehr oder weniger aufgehoben, mindestens stark abgeschwächt, wenn der Himmel ganz oder zum Teil von Wolken bedeckt ist. Anderseits ist es im Sommer bei drückender Hitze und Sonnenglut eine wahre Wohltat, wenn auch nur hie iund da eine Haufenwolke vor der Sonne vorüberzieht und Schatten wirft. Aus doppeltem Grund bringt das Abkühlung und für den Menschen Erquickung mit sich. Zum ersten fällt die unmittelbare Erhitzung durch die Sonnenstrahlen augenblicklich fort, zum andern aber erzeugt der Schatten inmitten der gleichmäfsigen Hitze eine Temperaturdifferenz und auf der Stelle beginnt sich ein Lüftchen wenigstens zu rühren. So warm die Luft auch selbst sein mag, so wirkt sie in der Bewegung doch auf die Körperoberfläche, solang diese nicht gar zu trocken ist, durch Verdunstung des Schweifses abkühlend ein. Man kann es leicht beobachten: wenn an einem glutheifsen Tag, an dem sich kein Blättchen rührt und wo sich vielleicht nur an einzelnen Stellen des Himmels ein Cumulus zeigt, über den Stellen, auf der die Wolke ihren Schatten wirft, sogleich die Blättchen, die Halme sich bewegen, wie auf einer glatten Wasserfläche, über die die Wolke hinzieht, die dunklen, beschatteten Stellen sich sofort kräuseln.

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© Verlag J. F. Bergmann / München 1924

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  • Richard Geigel

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