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Durst — Hunger — Appetit

  • Hans Glatzel
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 39)

Zusammenfassung

Die Natur hat es nicht der Einsicht unseres Verstandes überlassen, ob wir essen und trinken wollen oder nicht. Allzu wenig gesichert wären dadurch die stofflichen Voraussetzungen des Lebens. Der eine nähme sich keine Zeit zum essen, der andere hätte keine Lust; ein dritter vergäße es und der vierte unterließe es aus religiöser Überzeugung. Mit eiserner Faust erzwingt die Natur die Ausübung lebensnotwendiger Tätigkeiten. Diese eiserne Faust sind die Triebe: Der Trieb zur Selbsterhaltung, der Trieb zur Geltung, der Trieb zur Fortpflanzung und nicht zuletzt der Hunger und der Durst. Drängend und quälend fühlen wir die ungestillten Triebe — mit Lust und Ruhe lohnt die Natur ihre Befriedigung. Zwar vermag der Mensch seine Triebe zu lenken. Von der Persönlichkeit des einzelnen und der Gewalt seiner Triebe hängt es ab, wieweit das möglich ist. Von einem souveränen Beherrschen kann bei keinem Menschen die Rede sein. Und der Arzt sieht oft genug, wohin mißglückte Trieblenkungsversuche führen können.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1939

Authors and Affiliations

  • Hans Glatzel
    • 1
    • 2
  1. 1.Christian-Albrecht-Universität in KielDeutschland
  2. 2.Medizinischen UniversitätsklinikDeutschland

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