Erkrankungen der abführenden Harnwege

  • F. Göppert
  • L. Langstein

Zusammenfassung

Eine Prophylaxe der Zystitis und Zystopyelitis im Kindesalter scheint uns nur in beschränktem Grade möglich zu sein. Vielleicht verdankt ein Teil der Fälle der Unsauberkeit im weitesten Sinne des Wortes seinen Ursprung, speziell auch dem Hineinpressen von Fäkalienschmutz in die Urethra beim unzweckmäßigen Reinigen der Analgegend der Kinder. Aber immerhin dürften das Ausnahmen sein. Ebenso kann die Einwanderung von Oxyuren in die Blase die Veranlassung zu einer Zystitis werden. Auch onanistische Manipulationen haben wir ursächlich anschuldigen müssen. Bei den genannten Ätiologien kann die Prophylaxe natürlich etwas leisten. Die große Mehrzahl der Fälle scheint aber doch einer lymphogenen oder hämatogenen Infektion ihren Ursprung zu verdanken. Hier gibt es keine Prophylaxe, außer vielleicht reichlicher Flüssigkeitszufuhr bei Infecten und Darmstörungen, die nach Ansicht einiger Autoren zur Pyelozystitis disponieren, aber unserer Erfahrung nach im Kindesalter in dieser Hinsicht keine besondere Rolle spielen. Schließlich sei noch als prophylaktische Maßnahme Schutz vor Durchnässungen und brüsken Abkühlungen des Körpers erwähnt.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1920

Authors and Affiliations

  • F. Göppert
    • 1
  • L. Langstein
    • 2
  1. 1.Universitätskinderklinik in GöttingenDeutschland
  2. 2.Kaiserin Auguste Victoria Hauses zur Bekämpfung der Sauglingssterblichkeit im Deutschen Reiche in Berlin-CharlottenburgDeutschland

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