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Infektionskrankheiten

  • F. Göppert
  • L. Langstein

Zusammenfassung

Nicht die Höhe der Temperatur, sondern die Allgemeinbeschwerden machen die Bedeutung des Fiebers für den Kranken aus und verlangen eine Behandlung. Kühle Packungen, wenn sie nicht in einer übermäßig energischen Weise gemacht werden, wirken auf die Temperatur nicht nennenswert ein, wohl aber auf die Allgemeinbeschwerden. Die gegenteilige Ansicht ist dadurch entstanden, daß man den spontanen Verlauf der Temperaturbewegung nicht in Rechnung zieht. Feuchte Rumpfpackungen sind bei allen Fieberkranken mit Vorteil anzuwenden, ganz gleichgültig, wo das Leiden sitzt, aber nur unter der Bedingung, daß die Haut warm und gut durchblutet ist. Die allgemeinen Regeln sind folgende: Die Umschläge müssen schnell und bequem zu wechseln sein und dürfen die Atmung nicht behindern (s. S. 488). Bei heißer Haut und warmen Extremitäten sind sie stündlich, bei warmer Haut 2–3 stündlich zu wechseln. Bei lauwarmer Haut bleibt der Umschlag bis zum Trocknen liegen. Beim Abnehmen ist die Haut kräftig zu frottieren.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1920

Authors and Affiliations

  • F. Göppert
    • 1
  • L. Langstein
    • 2
  1. 1.Universitätskinderklinik in GöttingenDeutschland
  2. 2.Kaiserin Auguste Victoria Hauses zur Bekämpfung der Sauglingssterblichkeit im Deutschen Reiche in Berlin-CharlottenburgDeutschland

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