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Verwandlungen

  • Heinrich Greinacher
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 40)

Zusammenfassung

Allbekannte Verwandlungskünstler sind die Chemiker. Besteht doch ihr Beruf darin, Stoffe ineinander umzuwandeln. Was dabei unveränderlich bleibt, sind die chemischen Elemente, die Atome. Als letzte chemische Einheiten verdienen diese Teilchen auch heute noch ihren Namen: atomos, unteilbar. Sie sind und bleiben „chemisch“ beständig. Die Physiker haben aber im Laufe der letzten Jahrzehnte gezeigt, daß die Atome wiederum zusammengesetzt sind, und daß daher prinzipiell eine Veränderung der Zusammensetzung, d. h. eine atomistische Umwandlung denkbar wäre. Und wirklich gegen Ende des letzten Jahrhunderts entdeckte Becquerel, daß die Natur in den radioaktiven Atomen spontan solche Änderungen vornimmt. Wohl die bekannteste aus der Menge der radioaktiven Substanzen ist das vom Ehepaar Curie 1898 entdeckte Radium. Ein Radiumatom kann sich die längste Zeit wie ein gewöhnliches chemisches Element verhalten. Aber eines Tages zerfällt es, für uns ganz unmotiviert, explosionsartig in zwei Teile, in das schwere Edelgas Radon und das leichte Helium. Letzteres wird mit ungeheurer Geschwindigkeit in Form von α-Strahlen ausgesandt. Das Radonatom baut sich im Laufe der Zeit noch mehrmals ab, bis schließlich ein stabiles Bleiatom übrigbleibt.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1939

Authors and Affiliations

  • Heinrich Greinacher
    • 1
  1. 1.Universität BernSchweiz

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