Ionen

  • Heinrich Greinacher
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 40)

Zusammenfassung

Dieses Wort mag den Klassiker vielleicht an das griechische Ionien, den Parfümeur an das Jonon und den Lokalgeographen wohl gar an das Zürcher Dörfchen Jonen erinnern. Ionen sind aber etwas ganz anderes. Sie sind die Träger des elektrischen Stroms. Ionen zu fabrizieren ist etwas Leichtes und ganz Alltägliches. Jede Köchin tut das, wenn sie die Speisen salzt! Bringt man nämlich etwas Kochsalz, d. h. Natriumchlorid oder NaCl ins Wasser, so teilt sich ein großer Teil der Moleküle infolge der sogenannten dissoziierenden Kraft des Wassers in die beiden Teile Na und Cl, wobei das erstere Atom eine +-, das zweite eine ebenso große —-Ladung trägt. Es wird eben das Molekül nicht nur chemisch, sondern auch elektrisch gespalten, indem das Cl dem Na ein Elektron entreißt. Jedes Ion trägt daher eine elementare, d. h. positive oder negative Elektronenladung. Infolge der Anziehung zwischen den +- und —-Ionen findet stets auch eine Neutralisation statt, so daß nicht alle Moleküle dissoziiert sein können, es sei denn in sehr verdünnter Lösung, wo die Ionen sich selten nur begegnen. Für gewöhnlich haben wir ein Gleichgewicht zwischen der Aufspaltung und der Wiedervereinigung der Ionen.
Abb. 51.

Dissoziation.

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© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1939

Authors and Affiliations

  • Heinrich Greinacher
    • 1
  1. 1.Universität BernSchweiz

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