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Faserdicke oder Titer des Kokonfadens

  • Paul Heermann
  • Alois Herzog

Zusammenfassung

Auch die Dicke des Kokonfadens (hzw. der Titer desselben) schwankt innerhalb viel weiterer Grenzen als gewöhnlich angenommen wird1. Es ist deshalb nicht ohne weiteres zulässig, die Erschwerung einer Seide aus dem Titer der erschwerten Seide zu berechnen, wie noch vielfach in nichtchemischen Kreisen üblich ist. Nach A. Rosenzweig2 schwankt der Seidentiter nicht nur je nach Rasse, Aufzucht, Jahrgang und Individuum, sondern auch stets innerhalb desselben Kokons so stark, daß dessen dünnster Teil kaum ein Sechstel des dicksten beträgt, und zwar beginnt jeder Faden sehr dünn, erlangt dann nach etwa 150 m seine volle Dicke und endet wieder sehr dünn, so daß er etwa zwei Zuckerhüten gleicht, die, mit ihrer Basis die Mitte des Fadens bildend, aneinanderliegen. Diese Variationen sind in gekreuzten Rassen stärker ausgeprägt als in reinen, und in schlechten Jahren fühlbarer als in guten. Dennoch läßt sich aus all diesen Schwankungen ein mittleres Resultat gewinnen, und zwar das folgende:

Literatur

  1. 1.
    Heermann und A. Herzog (Seide 1930 193) fanden z. B. bei etwa 30 Querschnittsflächenmessungen einer erstklassigen Japan-Trame in der Rohseide: Als Maximum 300 qµ, als Minimum 70 q,u; in der entsprechenden entbasteten Seide: Als Maximalwert 230, als Minimalwert 60 qµ.Google Scholar
  2. 2.
    Rosenzweig, A.: Mell. Text. 1928 131.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1931

Authors and Affiliations

  • Paul Heermann
    • 1
  • Alois Herzog
    • 2
  1. 1.Staatlichen MaterialprüfungsamtDahlemDeutschland
  2. 2.Technischen Hochschule in DresdenDresdenDeutschland

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