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Laboratoriumseinrichtung und Verfahren der mikroskopischen Analyse

  • Paul Heermann
  • Alois Herzog

Zusammenfassung

Zur eingehenden mikroskopischen Untersuchung von Faserstoffen ist mindestens ein mittelgroßes Mikroskopstativ erforderlich. Es soll einen großen und womöglich drehbaren Objekttisch besitzen und mit dem Abbeschen Beleuchtungsapparat ausgerüstet sein. Besondere Bewegungseinrichtungen für das Präparat (mechanische Objekttische) sind in der Regel nur hinderlich und daher nicht zu empfehlen. Dagegen ist auf eine zum Stativ passende Polarisationseinrichtung unbedingt Rücksicht zu nehmen oder von vornherein ein mittelgroßes Polarisationsmikroskop zum universellen Gebrauch zu beschaffen. Sind auch mikrophotographische Aufnahmen von Übersichtsbildern mit den noch zu besprechenden kurzbrennweitigen Anastigmaten (Planare, Luminare, Glyptare usw.) beabsichtigt, so ist ein Stativ mit besonders weitem Tubus erwünscht, da sonst das große Gesichtsfeld dieser Objektive nicht genügend ausgenützt wird und die im engen Tubus leicht entstehenden Reflexe sehr störend wirken. Zu häufiger vorkommenden Untersuchungen in sehr schwachen Vergrößerungen ist die Beschaffung eines besonderen Präparierstatives angezeigt. Allgemein bewährt hat sich z. B. das von der Firma Winkel-Göttingen nach den Angaben von Behrens hergestellte Präparier-Zeichenstativ. Es ist mit einem 6 fachen Lupenrevolver, einem besonderen Tubus mit 6 schwachen Mikroskopobjektiven und einem Okular mit großem Gesichtsfeld ausgerüstet. Es kann auch mit anderen Mikroskopobjektiven, insbesondere mit solchen mit variabler Eigenvergrößerung, vorteilhaft gebraucht werden. In Verbindung mit dem großen Abbeschen Zeichenapparat gestattet es ferner ein bequemes Zeichnen, wobei als vorteilhaft bezeichnet werden muß, daß der Abstand des Zeichenapparates von der Zeichenfläche in allen Fällen der gleiche bleibt. In Ermangelung dieses Präparierstativs können natürlich auch andere Einrichtungen, ja selbst das gewöhnliche Arbeitsmikroskop, herangezogen werden. Wenn es die verfügbaren Geldmittel zulassen, ist die Beschaffung eines binokularen Präparierstativs sehr zu empfehlen, z. B. des vom Zeisswerk nach den Angaben von Greenough hergestellten. Kommt es besonders auf die höchste Ausnützung der Objektive mit variabler Eigenvergrößerung an (Zeiss a*, Winkel G), so ist das Culmansche Ptäparierstativ besonders geeignet. Jedenfalls wird es nicht schwer fallen, im Bedarfsfalle nach den Katalogen unserer ersten optischen Firmen eine entsprechende Wahl zu treffen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1931

Authors and Affiliations

  • Paul Heermann
    • 1
  • Alois Herzog
    • 2
  1. 1.Staatlichen MaterialprüfungsamtDahlemDeutschland
  2. 2.Technischen Hochschule in DresdenDresdenDeutschland

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