Die chemischen Hilfsstoffe der Textilveredelungsindustrie

  • Paul Heermann

Zusammenfassung

Die wichtigsten in der Textilveredelungsindustrie verwendeten Säuren sind: Schwefelsäure, Salzsäure, Schwefligsäure, Essigsäure, Ameisensäure, Oxalsäure, Weinsäure, Milchsäure und Zitronensäure. Sie werden zu den verschiedensten Zwecken und für die verschiedensten Fasern verwendet, wobei die verwendete Säure vielfach auch durch andere Säuren ersetzt werden kann. In vielen Fällen kommt es nur auf den Preis des Materials an, die Frage ist dann eine rein ökonomische. In anderen Fällen ist eine Säure schwer oder gar nicht durch andere Säuren ersetzbar; dieses trifft zu, wenn es sich um die spezifischen und nicht nur um die azidischen Eigenschaften einer Säure handelt. Man muß somit den azidischen von dem spezifischen Nutzungseffekt unterscheiden. Der erste steht, abgesehen von der jeweiligen Konzentration, in direkter Abhängigkeit von der Molekulargröße bzw. dem Äquivalentgewicht, der zweite von den spezifischen Eigenschaften der chemischen Verbindung. In den weitaus meisten Fällen kommen beide Nutzungseffekte gleichzeitig zur Geltung, wenngleich der eine oder der andere meist im Vordergrunde steht. Handelt es sich lediglich um den azidischen Nutzungseffekt, z. B. beim Neutralisieren eines Alkalis, so ist die Preisfrage entscheidend.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • Paul Heermann
    • 1
  1. 1.Materialprüfungsamt in Berlin-DahlemDeutschland

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