Systematik. (Grundsätzliches.)

  • W. Heinsius
Part of the Philosophische Forschungen book series (PHILFO, volume 2)

Zusammenfassung

Die psychologische Struktur des Katholizismus als Geistestypus läßt sich am anschaulichsten entwickeln, wenn wir ihn dem Protestantismus gegenüberstellen, mit dem er, als der gleichen Wurzel entspringend, inhaltlich vieles gemeinsam hat, und der doch wieder in ganz anderer Weise dem einzelnen Halt und Sicherheit gewährt. Den weiteren Rahmen für die nachfolgende Untersuchung würde also eine allgemeine Konfessionskunde auf psychologischer Grundlage darstellen — eine Disziplin, zu der erst Ansätze vorhanden sind. In der üblichen Konfessionskunde (Symbolik) werden die einzelnen christlichen Gemeinschaften miteinander verglichen nach ihren objektiv faßbaren Lebensformen, nach ihren Glaubensvorstellungen, ihren festen, rational geformten Bekenntnissen, nach ihrem Kultus, ihrer Disziplin, ihrer Verfassung. Wenn wir hier versuchen, in großen Zügen die psychologische Struktur des Katholizismus und des Protestantismus zu veranschaulichen, dürfen wir nicht bei diesen Objektivierungen, besonders nicht bei der dogmatisch-lehrhaften Ausprägung des religiösen Gehalts, stehenbleiben, sondern wir müssen zurückgehen auf die lebendigen bewegenden Kräfte, die in den beiden großen Gestaltungen christlich-religiöser Lebens- und Weltanschauung wirksam sind.

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© Julius Springer in Berlin 1925

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  • W. Heinsius

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