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Tuberkulose der Angehörigen, Auswirkung der Tuberkulose und Staubarbeit auf die Konstitution

  • Franz Ickert
Part of the Die Tuberkulose und Ihre Grenzgebiete in Einzeldarstellungen book series (TBC, volume 4)

Zusammenfassung

Collis zitiert folgende Beobachtungen: „Im 16. Jahrhundert schrieb Agricola über Frauen in den Karpathen, welche infolge der hohen Tuberkulosesterblichkeit unter den Bergleuten 7 mal heirateten“. Thackrah berichtet in gleicher Weise, daß in den Dörfern von Arkendale (englischer Bleiminendistrikt) nicht weniger als 30 Witwen unter 30 Jahren vorhanden wären. Greenhow sagt 1858: „Es ist der bösartige Charakter der männlichen Beschäftigungsweise, welcher verursacht, daß Alston, der ausgeprägteste Bleiminendistrikt in England, in größerem Maße Witwen beherbergt, als irgendein anderer Platz im Königreiche“. 1909 lenkten Steel-Maitland und Squire die Aufmerksamkeit auf die große Zahl von Witwen der Zinnbergleute in Cornwall. Dasselbe ist bei den Feuersteinarbeitern in Brandon beobachtet worden; weiterhin von Dr. Hay in Aberdeen bei den Granitarbeitern. Dr. Turner hat Collis erzählt, daß seine Untersuchungen in Südafrika über die Häufigkeit der Tuberkulose in den Eingeborenendörfern nicht feststellen konnten, daß die Eingeborenen, welche mit Staubtuberkulose aus den Goldminen heimkehrten, die Krankheit wieder in den Eingeborenenstämmen verbreiten. „Diejenigen, welche mit tuberkulösen Silikotikern in Kontakt geraten, aber nicht selber silikotisch sind, scheinen sich nicht mit Tuberkulose anzustecken, oder wenigstens haben sie keine höhere Tuberkulosesterblichkeit als die gewöhnliche Bevölkerung“.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • Franz Ickert
    • 1
    • 2
  1. 1.GumbinnenRussia
  2. 2.Tuberkulose-FürsorgestelleMansfeldDeutschland

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